Diese 11 Elemente benötigt Ihre Website

Der richtige Aufbau Ihrer Website, um Kunden zu gewinnen

Eine Website, die für Sie aktiv die richtigen Kunden gewinnen soll,  folgt klaren Strukturen. Und dabei ist es egal wie groß sie ist, also aus wie vielen Unterseiten Ihre Website besteht. Elf grundlegende Elemente sollte Ihre Website in jedem Fall enthalten, damit Sie langfristig erfolgreich Kunden damit akquirieren. Erfahren Sie, welche das sind.

Element 1: Eine Startseite, die klar macht, was Sie anbieten und wer Sie sind

Kennen Sie diese Startseiten, auf denen Sie scrollen und scrollen und einfach nicht verstehen, was derjenige anbietet? Auf denen es munter quer durch alle möglichen Themen geht und Sie keine Struktur erkennen?

Verwirrend, oder?  Und: So überzeugen Sie Besucher sicher nicht von sich.

Die Aufgabe Ihrer Startseite: In wenigen Sekunden klar machen, was Sie für welche Zielgruppen anbieten und wer Sie sind. Wenige Sekunden bedeutet im Klartext: weniger als drei. In so kurzer Zeit entscheiden Website-Besucher, ob sie bleiben oder gehen.

Weitere Aufgaben Ihrer Startseite:

  • Ihre Leistungen nennen und kurz erklären
  • Vertrauen schaffen durch Kundenstimmen und einen Auszug Ihrer Über-mich-Seite
  • Expertise vermitteln, z.B. durch Blogartikel, Podcasts oder Videos

Was alles auf Ihre Startseite gehört – und was nicht

Element 2: Eine Über-mich-Seite, die zeigt, wer Sie sind

Die Über-mich-Seite ist oft die am zweithäufigsten besuchte Seite auf Ihrer Website. Kein Wunder – wir wollen wissen, wer hinter einem Angebot steckt!

Also: Zeigen Sie sich! Und damit meine ich nicht, dass Sie brav Ihren Lebenslauf und Ihre Qualifikationen auflisten.

Natürlich ist auch das wichtig – Kunden wollen wissen, was Sie zum Experten für Ihr Thema macht.

Aber: Kunden wollen – gerade bei Dienstleistungen – auch erfahren, wer Sie als Mensch ganz persönlich sind. Ein kurzer Abschnitt darüber, warum Sie tun, was Sie tun, ist ideal, um sich mit Ihnen identifizieren zu können.

Kleiner Tipp: Stehen Sie zu sich und kleinen Fehlern – das macht sympathisch! Wer will denn aalglatte Menschen, die scheinbar perfekt sind? (Also mir machen solche Menschen Angst…) Ich zum Beispiel kann keinen Kaffee kochen und bin wirklich schlecht darin, Witze zu erzählen. Das steht auf meiner Über-mich-Seite – und tatsächlich werde ich darauf auch ab und zu angesprochen.

Aber: Vergessen Sie nicht, dass es auf Ihrer Über-mich-Seite vor allem um Ihr Angebot und Ihren Kunden gehen sollte. Denn eben weil diese Seite so oft besucht wird, ist sie die ideale Chance, zu verdeutlichen, wofür Sie stehen, welche Resultate Sie erzielen und für wen Sie arbeiten.

Bringen Sie darum zum Anfang noch einmal kurz auf den Punkt, was Sie anbieten und für wen. Auch wenn Ihnen das wie eine Wiederholung der Startseite erscheint – Ihren Besuchern wird es nicht auffallen, weil sie Ihre Startseite vielleicht noch gar nicht gelesen haben.

Element 3: Ihr/e Angebot/e

Wobei helfen Sie Ihren Kunden?  Was genau bieten Sie an? Welchen Nutzen haben Ihre Kunden? Welche greifbaren Resultate erzielen Sie? Darum geht es auf Ihrer Angebotsseite.

Wichtig: Nennen Sie nicht nur die Funktionen Ihres Produktes oder die Methoden, die Sie anwenden! Erklären Sie Ihren potentiellen Kunden, welche Probleme Sie damit beheben und welche Resultate Sie erzielen.

Ihr Kunde sollte das Gefühl bekommen, dass Sie verstanden haben, wo bei ihm der Schuh drückt und seinen „Schmerz“ nachvollziehen können.

Eine sehr aussagekräftige Angebotsseite ist zum Beispiel diese:

//www.passion-profit.com/coaching/unternehmercoaching/

(Die Frage, ob Sie Ihre Preise nennen sollten oder nicht, können Ihnen Coaches sicher treffender beantworten, darum beleuchte ich sie an dieser Stelle nicht näher.)

Im Idealfall verlinken Sie Ihr Angebot an folgenden Stellen:

  • Mit einem kurzen Auszug im oberen Bereich der Startseite
  • Als eigene Seite/n im Menü (Wenn Sie mehr als drei Angebote haben, empfehle ich oft, einfach einen Menü-Punkt „Leistungen“ (oder ähnlich lautend) anzulegen und dann mit Unterpunkten zu arbeiten.

Element 4: Ansprechende und überzeugende Texte

Neben dem Design sind Ihre Texte das erste Element Ihrer Website, das Besucher aktiv wahrnehmen. Wenn Ihr Besucher partout nicht versteht, was Sie sagen wollen, wird es schwer, ihn von sich zu überzeugen.

Und es geht nicht nur darum, verständlich und ansprechend zu schreiben. Gerade bei Dienstleistungen ist das Vertrauen in Sie essenziell für eine Kaufentscheidung – denken Sie an Coaching und Beratung, bei denen es oft sehr persönlich wird. Jeder von uns möchte gerne wissen, ob die Chemie stimmt.

Darum sollte sich Ihre Persönlichkeit auch in Ihren Website-Texten widerspiegeln. Und glauben Sie mir: Das geht! Website-Texte können einen Eindruck vermitteln, ob die Chemie stimmt. Dann nämlich, wenn Ihre Texte nach Ihnen klingen. Wenn Sie sich trauen, so zu schreiben, wie Sie mit Ihrem Kunden am Telefon oder im persönlichen Gespräch sprechen.

Mehr darüber erfahren Sie in meinem Artikel Schreib wie du sprichst: Natürlich schreiben in vier Schritten

Ich kann Sie nur ermutigen, sich zu trauen! Es tut Ihrem Expertenstatus keinen Abbruch, die angestaubten, hochtrabenden Texte auf Ihrer Website aufzubrechen und „in normalem Deutsch“ zu schreiben. So werden Ihre Texte deutlich emotionaler.

Ein weiterer Tipp: Sprechen Sie Ihre Leser an – mit „Du“ oder „Sie – und zwar so oft es geht! Ansprechend werden Ihren Texte eben auch durch ansprechen 😉

Weitere Infos zu überzeugenden Webtexten finden Sie auf meinem Blog in diesen Kategorien:

Bessere Marketing-Texte schreiben

Bessere Website-Texte schreiben

Element 5: “Lead Generierungsangebot” oder Erstgespräch für den Erstkontakt

Geben Sie Ihren potentiellen Kunden die Chance, Sie kennenzulernen und sich von Ihrer Expertise zu überzeugen.

Optimal geeignet dafür sind Kostproben Ihrer Arbeit oder ein Erstgespräch.

Sie kennen sicher die kostenfreien Ressourcen auf vielen Websites, in meinem Fall sind es die kostenfreie Checkliste mit fünf Tipps für bessere Texte und mein kostenfreies Webinar für wirksame Marketing-Texte. Wenn Sie sich von mir Website-Texte schreiben lassen, führe ich vorher immer ein kostenfreies Strategiegespräch durch. So haben Sie die Möglichkeit, mich kennenzulernen und zu schauen, ob ich die Richtige bin für Ihr Anliegen und das ganz ohne Risiko.

Möglichkeiten für den Erstkontakt sind:

  • E-Books
  • Probestunde
  • Erstgespräch
  • Produktprobe

Element 6: Deutliche Handlungsaufforderungen

Sobald Sie definiert haben, wie Kunden mit Ihnen in Kontakt treten können (Nachricht übers Kontaktformular, Erstgespräch vereinbaren, in den Newsletter eintragen), sagen Sie ihnen deutlich, dass sie dies tun können.

Formulieren Sie klare Handlungsaufforderungen (auch „Call to Action“ oder kurz „CTA“ genannt):

  • Laden Sie sich jetzt mein kostenfreies E-Book herunter
  • Vereinbaren Sie jetzt ein 30-minütiges Kennenlerngespräch
  • Buchen Sie jetzt eine kostenfreie Probestunde
  • Senden Sie Ihre Anfrage jetzt bequem per Kontaktformular

Wenn Sie sich jetzt denken, dass es doch reicht, diese Dinge einfach auf Ihrer Website zu platzieren, weil Ihre Besucher sie ja z.B. im Menü sehen: Da muss ich Sie enttäuschen. Das ist nicht genug.

Sehr oft erlebe ich auf Websites, dass diese ihr Potential verschenken und eben nicht deutlich darauf hinweisen, dass ich als Besucher jetzt-oder-das machen kann. Uns als Anbieter ist klar, was unsere Website bietet – unseren Besuchern nicht. Ich weiß nicht automatisch, dass unter dem Menü-Punkt “Wissen” ein spannendes kostenfreies E-Book auf mich wartet. Wenn es aber z.B. auf der Startseite erwähnt wird mit eben der Aufforderung “Laden Sie sich jetzt mein kostenfreies E-Book herunter”, dann werde ich viel intuitiver geleitet.

Und – ganz wichtig: Verlinken Sie Ihre CTAs! Informationssackgassen, also Verweise ohne die URL „dahinter“, sind tote Enden auf einer Website und ziemliche Motivationskiller. Vergessen Sie nie: Website-Besucher wollen nicht nachdenken müssen, sondern intuitiv durch Ihre Website geführt werden.

Element 7: Blog (oder andere Inhalte), um Ihre Expertise zu zeigen

Ein Blog gehört zu den besten Werkzeugen, um Ihren Besuchern zu zeigen, was Sie draufhaben.

Ein Blog eignet sich für so gut wie jede Branche, um einen Einblick in die eigene Arbeit zu geben, Mehrwert zu bieten und Tipps zu geben. Ihre Artikel können sich zu einem wahren Magnet für potentielle Kunden entwickeln. (Ich selbst hatte früher einen ganzen Ordner voll ausgedruckter Blogartikel meiner späteren Business-Coaches. Und ja, die hilfreichen Blogartikel waren definitiv ein Grund, warum ich später Kunde geworden bin.)

Falls Sie nicht regelmäßig bloggen können wollen, ist das gar kein Beinbruch. Es reicht schon eine Sammlung einiger Artikel. Oder wie wäre es mit einem Podcast oder Videos?

Element 8: Kundenstimmen, die Ihr Angebot authentisch belegen

Es geht einfach nichts über echte Aussagen von echten Menschen. Die Betonung liegt hier auf „echt“. Wenn Kunden erzählen, wie Ihre Arbeit oder Ihr Produkt dazu beigetragen hat, ihr Leben zu verbessern oder welche konkreten Resultate sie dank Ihnen erzielt haben, ist das die beste Empfehlung für Ihre Arbeit.

Je hochpreisiger Ihr Angebot ist, desto wichtiger sind Kundenstimmen.

Optimal sind Vorher-Nacher-Testimonials oder eben konkrete Resultate.

Wie Sie aussagekräftige Testimonials erhalten, erfahren Sie in diesem Blogartikel von Passion&Profit: Zwei Beispiele für Testimonials, die ideale Kunden anziehen

Element 9: Kontaktformular

Bieten Sie Ihren Besuchern eine Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu treten und Ihnen eine Nachricht zu schicken. Interessierte Besucher danken es Ihnen, wenn Sie Ihnen leicht schreiben können. Platzieren Sie Ihr Kontaktformular gut sichtbar auf Ihrer Website, am besten direkt verlinkt im Menü. (Nicht vergessen: Ihre Besucher wollen nicht nachdenken und das Kontaktformular suchen müssen.)

Element 10: Menü mit den wichtigen Seiten und präziser Benennung der Reiter

Ebnen Sie Ihren Besuchern mit klaren Wegweisern den Weg durch Ihre Seite. Das Menü bzw. die Navigation ist eines der wichtigsten Elemente, um sich auf Ihrer Website zurecht zu finden. Sorgen Sie dafür, dass es wirklich richtungsweisend ist und nicht verwirrt stattdessen.

Optimal sind maximal sieben Menüpunkte in der so genannten primären Navigation (also dem Menü, das Sie direkt sehen). Auch in die Tiefe sollte es nicht zu weit gehen: Drei Unterpunkte sind ein guter Richtwert.

Falls Sie jetzt an Ihre Website denken und feststellen, dass Sie weit von diesen Zahlen entfernt sind und nicht wissen, wie Sie die Anzahl reduzieren sollen: Das kann daran liegen, dass Sie eventuell zu viele verschiedene Angebote haben und / oder zu viele Zielgruppen erreichen wollen.

Wenn Sie sich näher mit diesem Thema beschäftigen wollen, empfehle ich Ihnen Teil 2 und 3 meiner Serie „16 Gründe, warum Ihre Website keine Kunden für Sie gewinnt“:

Lücken bei der Planung Ihrer Website

Sieben Hebel, um mit Ihrer Website Kunden zu gewinnen

Element 11: Impressum und Datenschutzerklärung

Vielleicht ein bisschen langweilig, aber wichtig: Ohne eine rechtssichere Website geht es nicht. Das Abmahnrisiko zu minimieren, ist gerade in Zeiten von DSGVO und Co. essentiell.

Alles zum Thema rechtssichere Website sowie die Möglichkeit, sich Ihre Datenschutzerklärung und Ihr Impressum formulieren zu lassen, finden Sie bei Rechtsanwältin Sabrina Keese-Haufs.