Warum Sie Ihren eigenen Stil nicht „finden“ werden

Ein etwas anderer Blickwinkel auf Website-Texte, die mehr nach Ihnen klingen

Wenn Sie als Selbstständige Ihre eigenen Website-Texte schreiben, fragen Sie sich wahrscheinlich oft, wie Ihre Texte mehr nach Ihnen klingen. Wie Sie Ihre eigene Stimme – oder eben Ihren eigenen Stil – finden. Die Antwort ist: Ihren eigenen Stil „finden“ Sie nicht. Warum das so ist und wie Sie wirklich zu einem Schreibstil mit Wiedererkennungswert kommen.

Wenn Sie hier sind, laufen Sie mit Ihren Website-Texten wohl ebenfalls immer wieder in eine Sackgasse: Ihre Texte sollen mehr nach Ihnen klingen. Aber auch nicht salopp. Sie fangen immer wieder an, drehen sich im Kreis und irgendwie ist es alles ein Krampf.

Sie befinden sich damit übrigens in Gesellschaft mit vielen anderen Solo-Selbstständigen.

Dabei wollen Sie wahrscheinlich einfach nur eins: Dass Sie auf Ihrer Website als Mensch besser erkennbar werden. Dass Ihre Persönlichkeit durchscheint.

Damit Kunden schneller erkennen, ob es menschlich passen könnte.

Denn Ihnen geht es nicht nur ums Geld verdienen. Die Wellenlänge soll ebenfalls stimmen, denn bei der Zusammenarbeit wollen Sie keine Bauchschmerzen haben.

Und ja, der eigene Schreibstil ist dafür ein äußerst wirksames Mittel. Denn er kann vieles vermitteln, was Ihnen wichtig ist, wie Ansichten und Werte.

Oft werde ich darum genau das gefragt: „Wie finde ich denn meinen eigenen Stil?“

An dieser Stelle habe ich zwei Antworten: eine kurze und eine philosophische …

Die kurze finden Sie hier: Wie Sie in vier Schritten Ihre Stimme beim Schreiben finden

Die lange, die folgt jetzt …

Ich habe Sie gewarnt: Es wird philosophisch

Wie Sie Ihren eigenen Stil finden – das ist wie angekündigt im Grunde die falsche Frage … Denn „finden“ ist das falsche Verb und damit nicht die zielführende Herangehensweise.

Warum?

Weil es eben nicht in erster Linie darum geht, etwas zu finden. Wenn etwas zu finden gilt, dann ist es das: sich selbst. (Ich hatte Sie gewarnt.)

Wir hatten festgehalten, was Sie mit Ihrem eigenen Stil erreichen wollen: Dass Ihre Website-Texte mehr nach Ihnen klingen. Damit Sie als Mensch erkennbar werden.

Und hier kommen wir der Sache (also der richtigen Herangehensweise) schon recht nah. Denn tatsächlich ist es mit dem eigenen Schreibstil recht simpel:

Wollen Sie, dass Ihre Website-Texte mehr nach Ihnen klingen, dann „reicht“ es, sich in Ihren Texten so zu zeigen, wie Sie als Mensch sind.

„Ha, ha, was für eine geistreiche Antwort“, denken Sie vielleicht gerade und rollen mit den Augen.

Verständlich. Wenn es derart einfach wäre, würden Sie nicht diesen Artikel lesen und schon gar nicht bis hierhin.

Was ich sagen will: Damit Ihre Texte mehr nach Ihnen klingen, sollten Sie so schreiben, als würden Sie sich gerade mit Ihren Kunden unterhalten.

Warum etwas er-finden?

Warum auch sollten Sie Ihren Stil „finden“ müssen?

Sie sind selbstständig. Ihre potentiellen Kunden wollen wissen wer Sie sind. Genau Sie. Denn Sie persönlich sind es doch, mit dem bzw. der Ihre Kunden am Ende arbeiten.

Sie wollen einen möglichst realistischen Eindruck von Ihnen persönlich bekommen. Um einschätzen zu können, ob Sie zusammenpassen. Ob Sie ihnen sympathisch sind. (Denn auch wenn Sie mit großen Unternehmen arbeiten: Auf der anderen Seite des Bildschirms sitzt ja nicht „das Unternehmen“, sondern ein Mensch.)

Dass ein Unternehmen Workshops durchführt, um die sogenannte „Tonalität“ (den Stil der Texte) zu finden, das kann ich nachvollziehen, denn hier kochen mehrere Köche mit.

Aber Ihr Unternehmen besteht ja „nur“ aus Ihnen (und das meine ich positiv!).

Warum also etwas suchen gehen bzw. konstruieren, was in Wirklichkeit doch schon da ist?

Nämlich in Ihnen. Denn wie Sie mit Ihren Kunden sprechen – das wissen Sie ja bereits.

Noch ein Gedanke: Der eigene Stil beginnt im Kopf

Den eigenen Stil zu entwickeln, heißt auch: Es wird Besucher geben, die sich davon nicht angesprochen fühlen. Denn der eigene Stil filtert nun mal.

Mit diesem Fakt müssen Sie sich anfreunden und es guten Gewissens in Kauf nehmen: dass es Menschen geben wird, denen Ihr Stil nicht zusagt. (Und das ist eben nicht ganz so einfach.) Dass Ihr Schreibstil dafür aber umso mehr diejenigen anzieht, mit denen es passt.

Das zu realisieren hat bei mir persönlich eine Weile gedauert. Doch sobald mir klar wurde, dass ich mit diesem Filter okay bin (und genug ausgelastet war, um Anfragen auch mal abzulehnen), ist gefühlt ein riesiger Knoten geplatzt.

Seitdem fällt es mir immer leichter, mehr von mir zu zeigen. Und ziehe mehr und mehr die Kunden an, mit denen die Zusammenarbeit Spaß macht, weil wir auf derselben Wellenlänge schwimmen.

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