Wie Sie bares Geld verbrennen, wenn Sie alles auf Google-Anzeigen setzen

Warum auch Ihre Website optimiert sein muss, um online Kunden zu gewinnen

Sie wollen, dass Ihre neue Website bekannter wird und Kunden Sie online finden? Und planen jetzt, Google-Anzeigen zu schalten, um sichtbarer zu werden? Es ist richtig, dass „GoogleAds“ für eine neue Website der Turbo sein können, um gefunden zu werden. Warum Sie aber nicht all Ihr Erspartes nur in „Google Adwords“ investieren sollten und wieso Sie die zielführende Gestaltung Ihrer Website nicht vernachlässigen dürfen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Pferdefuß von Google-Anzeigen

Je nachdem, für welche Keywords Sie bieten, also bei welchen Suchbegriffen Ihre Anzeige erscheinen soll, kann das ganz schön teuer werden. Gerade begehrte Keywords können schnell ins Geld gehen. Für Keywords, die zum Beispiel den Begriff „Coaching“ enthalten, zahlen Sie schnell sieben Euro! (Und das sind noch nicht die begehrtesten Begriffe. Im August 2018 lagen die teuersten Keywords Deutschlands bei über 30 Euro!)

Wird Ihre Anzeige nun ausgespielt, weil jemand einen passenden Suchbegriff eingegeben hat, und klickt der Suchende darauf, ist Ihr Konto erst einmal um x Euro leichter.

Und was jetzt passiert, ist keine Seltenheit: Ihr neuer Besucher findet auf Ihrer Website nicht, was er sucht. Und geht wieder. Internetnutzer entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie bleiben oder nicht. Auf einer Website nicht direkt zu finden, was ich suche, ist die beste Garantie, dass Ihr Besucher so schnell verschwindet, wie er gekommen ist.)

Sie haben Google also sieben Euro gezahlt für einen Besucher, der nur für einen Bruchteil einer Sekunde bei Ihnen war – und Ihnen nichts gebracht hat – keine Kontaktanfrage, kein Anruf, kein Kauf.

Passiert Ihnen das regelmäßig, verbrennen Sie sprichwörtlich bares Geld. Mit jedem Klick, der nicht dazu führt, dass Ihr Besucher auch mit Ihrer Website interagiert, leert sich Ihr Konto, bringt Ihnen aber keine Interessenten – also auch keinen Umsatz, mit dem sich die Anzeigen refinanzieren.

Warum Besucher sofort wieder gehen

Lassen Sie uns die Spezies der Internet-Nutzer nochmal genau unter die Lupe nehmen: Internet-Nutzer sind ungeduldig. Sie haben keine Lust, sich die Informationen auf Ihrer Website zusammenzusuchen. Knallhart formuliert heißt das: Entweder Sie liefern ab – oder Ihr Besucher geht wieder. Wie Sie Ihre Website unter Umständen selbst sabotieren, zeigen Ihnen die folgenden Punkte.

Sie beantworten die wichtigsten Fragen Ihrer Besucher nicht

Ihr Besucher sucht Antworten auf drei Fragen und zwar in Sekunden:

  • Bin ich hier richtig? Was bieten Sie an und für wen?
  • Wie machen Sie mein Leben besser?
  • Was kann ich als nächstes tun, um mein Problem zu lösen?

Mehr über diese drei Fragen erfahren Sie in meinem Artikel Drei wichtige Bausteine, damit Ihre Website mehr Anfragen generiert

Häufige Stolperfallen für Besucher

Es gibt zudem typische Fälle, warum User wieder gehen, ohne in irgendeiner Form mit Ihrer Website zu interagieren:

  • Ihre Besucher lesen Ihre Website-Texte nicht, weil sie sie nicht überfliegen können oder weil sie zu kompliziert formuliert sind
  • Sie bieten auf Ihrer Website zu viele verschiedene Leistungen an, wodurch Ihr Portfolio so unübersichtlich wie das Schokoladenregal an Ostern wird
  • Ihre Besucher wissen nicht, wie sie Sie kontaktieren können und geben auf

Neun typische Stolperfallen finden Sie in Teil 1 meiner Mini-Serie „16 Gründe, warum Ihre Website keine Kunden für Sie gewinnt“

Typische Fehler auf Websites

Und es gibt noch weitere häufige Fehler, die mir als Texterin immer wieder begegnen:

  • Ihre Startseite beginnt mit Inhalten, die Sie selbst als wichtig erachten – nicht aber Ihre Zielgruppe
  • Das Menü enthält zu viele Reiter
  • Ihre Website hat zu viel Text
  • Ihre Website enthält zu wenig Text

Mehr dazu: Elf häufige Fehler, durch die Ihre Website keine Kunden für Sie akquiriert

Was Sie auch brauchen, um online Kunden zu gewinnen

Sie sehen also: Nur weil ein Besucher durch Google-Anzeigen den Weg auf Ihre Website findet, heißt das nicht sofort, dass er auch zum Kunden wird. Eine Anzeige bei Google bringt Ihnen also nicht automatisch Anfragen oder Verkäufe. Was sie Ihnen bringt, ist „Traffic“, also Verkehr auf Ihrer Website.

Nur ist es an Ihnen, diesen Traffic auch zu konvertieren, also die gewünschte Handlung des Besuchers herbeizuführen.

Ihre Website muss also auf vier Säulen bauen:

  • Sie müssen für sich klar haben, was genau Sie anbieten und welche Zielgruppe Sie erreichen wollen
  • Die Texte müssen verständlich geschrieben sein, damit Ihre Besucher verstehen, was Sie anbieten
  • Ihre Website muss so strukturiert sein, dass Besucher intuitiv navigieren können
  • Ihre Website muss auf ein definiteres Ziel hinarbeiten

Ist eine dieser Säulen brüchig – ich muss es nicht sagen – kippt das Gerüst früher oder später und fällt zusammen.

Ihr Fundament muss solide sein wie ein Fels in der Brandung

Bevor Sie „GoogleAds“ schalten, machen Sie sich also Gedanken über folgende Punkte:

  • Haben Sie eine Zielgruppe vor Augen? Und diese auch definiert? Haben Sie glasklar vor Augen, wem Sie mit Ihrem Angebot helfen?
  • Wissen Sie genau, welche Probleme Ihre Zielkunden beschäftigen? Welche Herausforderungen ihnen das Leben schwer machen? Welche Wünsche und Ziele sie verfolgen? Und wie ihr Idealzustand aussieht?
  • Wissen Sie, wie Ihr Angebot das Leben Ihrer Kunden erleichtert oder schöner macht? Und zwar ganz konkret im Alltag?
  • Können Sie einem Laien verständlich machen, was Sie tun? Oder – um diesen Test auf die Spitze zu treiben – können Sie einem Kind erklären, was Sie tun?
  • Was ist das Ziel Ihrer Website? Was soll Ihre Website für Sie tun? Haben Sie klar definiert, was Ihr Besucher auf Ihrer Website tun soll?

Haben Sie diese Fragen nicht beantwortet, wird das gesamte Fundament Ihrer Website auf immer wackelig sein – und keine Kunden für Sie gewinnen.

Mehr zu diesen Fragen:  Lücken bei der Planung Ihrer Website

Wichtige Elemente auf Ihrer Website

  • Die Struktur Ihrer Website muss Ihren Besuchern wie ein Leuchtturm in der Nacht den Weg leuchten: Mit dem Menü Ihrer Website müssen Besucher intuitiv navigieren können
  • Ihre Texte müssen leicht verständlich sein (für Ihre Zielkunden!)
  • Ihre Besucher müssen Ihrem definiertem Ziel (Kontaktformular ausfüllen, Erstgespräch buchen, etwas herunterladen) ganz natürlich entgegenkommen

Mehr dazu: Drei Elemente, damit Ihre Website mehr Anfrage generiert

Tipps für bessere Webtexte

In folgenden Artikeln aus meinem Blog finden Sie viele hilfreiche Tipps, um Ihre Texte aufzupolieren:

Fazit: Warum Sie nicht nur auf Google-Anzeigen setzen sollten

Sie sehen nun, warum eine Anzeige bei Google noch nicht automatisch in Kunden endet.

Sollten Sie all die Fragen und Tipps auf den ersten Blick völlig überfrachten, ist das verständlich. Meine Kunden berichten mir häufig,  dass vor allem die Fragen zum Fundament manchmal ganz schöne Brocken werden können. Und dass wir als Business-Inhaber mitunter so „im eigenen Saft schwimmen“, dass wir gar nicht mehr sehen, ob unsere Texte für andere verständlich sind. Meinen Kunden stehe ich dann als Sparringspartner zur Seite, so dass am Ende eine Website entsteht, die Besucher zuverlässig in Kunden konvertiert (Mehr über mein Angebot Website-Texte schreiben lassen.)

Ich rate Ihnen, all diese Informationen zunächst sacken zu lassen und Ihre Website dann Schritt für Schritt zu optimieren. Erst das Fundament (Fragen, die sich vorher stellen sollten) und dann die Struktur sowie die Texte.