Der Schlüssel, der Ihnen das Schreiben Ihrer Website-Texte leichter macht

Sieben wichtige Fragen für mehr Fokus und mehr Kundenanfragen

Fällt es Ihnen bisher schwer, für Ihre Website zu schreiben? In diesem Artikel zeige ich Ihnen ein fundamentales Element meiner Arbeit als Texterin, das es Ihnen leichter macht, beim Schreiben Ihrer Website-Texte auf den Punkt zu kommen. …und Ihnen am Ende auch mehr Anfragen Ihrer potentiellen Kunden bescheren wird.

Kommen Sie beim Schreiben Ihrer Website-Texte ganz schön ins Schwitzen? Keine Sorge, damit sind Sie nicht alleine. Und es ist mehr als verständlich, dass Sie hin- und herwerkeln und gefühlt nie fertig werden. Denn über sich selbst und seine Angebote zu schreiben gehört zu den schwierigsten Disziplinen, die ein Solo-Business für uns bereithält.

Nur, wenn es für Sie keine Option ist, Ihre Website-Texte von einem Profi schreiben zu lassen, kommen Sie um diese Aufgabe nicht herum.

Dabei gibt es ein „Geheimrezept“, das es Ihnen leichter machen wird, zu schreiben. Für mich als Texterin ist es der Schlüssel, damit meine Worte den Nerv der Zielkunden meiner Kunden treffen.

Es ist das Website-Konzept.

Das Fundament Ihrer Website: Das Website-Konzept

In diesem Konzept beantworten Sie wichtige Fragen, die Ihnen die Richtung beim Schreiben weisen. Für die Besucher Ihrer Website ist es unsichtbar. Für Sie dagegen wird es zum soliden Fundament, auf dem Sie Schritt für Schritt Ihre Website aufbauen.

Es stellt sicher, dass Sie ein klares Ziel vor Augen haben und sich an einem roten Faden entlanghangeln.

Die sieben wichtigen Fragen im Überblick

Jetzt habe ich es lange genug spannend gemacht, oder? Hier sind sie: die sieben Fragen für mehr Fokus:

  1. Welche Ziele wollen Sie mit Ihrer Website erreichen?
  2. Wen sprechen Sie mit Ihrer Website an?
  3. Wie lautet Ihre Kernbotschaft?
  4. Wie sollen die Website-Texte klingen?
  5. Welche Seiten gibt es auf der Website?
  6. Was soll auf den einzelnen Seiten stehen?
  7. Mit welchen Begriffen suchen Ihre Zielkunden nach der Lösung ihres Problems?

Schauen wir sie uns im Detail an.

1. Welche Ziele wollen Sie mit Ihrer Website erreichen?

Eine Website ist mehr als eine Visitenkarte im Netz. Natürlich ist sie das auch. Aber eine Website kann viel mehr! Und dieses Potential sollten Sie komplett ausschöpfen.

Ihre Website kann Ihre Besucher zu Interessenten machen, die neugierig darauf sind, mehr über Sie zu erfahren. Sie kann für Sie die E-Mail-Adressen von Interessenten sammeln. Und sie kann Ihnen regelmäßig Anfragen potentieller Kunden bescheren. Ganz ohne Ihr Zutun.

Damit Ihre Besucher das tun, müssen Sie allerdings vorher überlegen, was es ist, das diese auf Ihrer Website tun sollen.

Sollen sie

  • eine Kostprobe Ihrer Arbeit anfordern (eine Checkliste, einen kurzen Report)?
  • eine Probestunde buchen?
  • ein Kennenlerngespräch vereinbaren?

Was ist der erste Schritt, den Kunden gehen sollen, um mit Ihnen in Kontakt zu treten?

Kommunizieren Sie diese Information regelmäßig und deutlich.

Platzieren Sie immer wieder so genannte „Handlungsaufforderungen“ in Ihren Texten, wie

  • „Fordern Sie meine kostenfreie Checkliste an“
  • „Buchen Sie jetzt eine kostenlose Probestunde“
  • „Vereinbaren Sie ein kostenfreies Kennenlerngespräch“

Verlinken Sie diese Aufforderungen unbedingt (!) auf die entsprechende Seite (z.B. Kontaktformular).

Diese Links werden auch „Call to Action“ (kurz „CTA“) genannt und diese Bezeichnung bringt es auf den Punkt, dass Ihre Besucher eine Aktion ausführen sollen.

Haben Sie keine Angst davor, dass dieser CTA aufdringlich wirken könnte.

Ich verstehe diese Sorge, wirklich.

Aber versetzen Sie sich in die Lage der Besucher, die ernsthaft an Ihrem Angebot interessiert sind: Woher sollen sie wissen, was sie als nächstes tun können, wenn Sie es ihnen nicht deutlich sagen?

Für mich hat ein CTA auch etwas mit gutem Kundenservice von Anfang an zu tun. Denn müssen Interessenten ewig nach dem nächsten Schritt suchen, verlieren Sie eventuell das Interesse – oder gehen wieder. (Mehr zu gutem Kundenservice)

Und wenn Sie sich jetzt fragen, wie Ihnen diese Fragen das Schreiben einfacher macht? Mit dieser Frage im Hinterkopf können Sie immer wieder überprüfen, ob Ihre Texte logisch auf diese Aktion hinleiten.

2. Wen sprechen Sie mit Ihrer Website an?

Hier geht es um Ihre Zielgruppe: Wer soll sich wiederfinden auf Ihrer Seite?

Ich kann gut verstehen, wenn Sie meinen, dass sich Ihr Angebot „an alle“ richtet. Und vielleicht ist  Ihr Angebot tatsächlich für viele Menschen nützlich.

Nur: Wenn Sie so allgemein bleiben, können Sie nie konkret werden. Um Besucher neugierig zu machen, müssen Sie allerdings so konkret wie möglich werden.

Haben Sie keinen klar definierten Zielkunden vor Augen, wird das in dem Moment deutlich, in dem Sie beim Schreiben Ihrer Website-Texte anfangen, „zu schwimmen“.

Wenn Sie sich permanent fragen, ob dieser eine Abschnitt jetzt hier oder doch weiter oben stehen soll, ob diese eine Information jetzt nützlich ist, oder nicht, ob dieser eine Satz raus kann oder nicht – dann sind das alles Fragen, die Sie sehr leicht beantworten können, wenn Ihnen klar ist, für wen Sie schreiben. Denn dann wissen Sie automatisch, was Ihre Zielkunden wissen müssen oder was Ihnen bereits klar ist.

Sobald Sie deutlich vor Augen haben, wer Ihr idealer Kunde ist, werden Sie merken, wie der Knoten platzt.

Nehmen Sie sich also etwas Zeit und überlegen Sie: Wie sieht Ihr idealer Kunde aus? Für bzw. mit wem erreichen Sie die besten Ergebnisse? Mit wem arbeiten Sie am liebsten zusammen? Mit wem erzielen Sie den meisten Umsatz?

Mit folgenden Fragen beschreiben Sie Ihre Zielkunden noch genauer:

  • Demographische Daten: Alter, Interessen, Wohnort
  • Was sind die typischen Probleme Ihrer Zielgruppe/n?
  • Was passiert, wenn Ihre Zielgruppe diese Probleme nicht löst?
  • Wie helfen Sie Ihren Kunden, diese Probleme zu lösen?
  • Wie sieht der Idealzustand Ihrer Kunden aus?
  • Wie helfen Sie, diesen zu erreichen?

Im Marketing wird dieses Zielkundenprofil auch „Persona“ genannt.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Persona Schritt für Schritt erstellen.

3. Wie lautet Ihre Kernbotschaft?

Welche Gedanken sollen beim Besucher „hängenbleiben“? Was ist die Essenz dessen, was Sie tun? Welche Resultate dürfen Website-Besucher von Ihnen erwarten?

Interessant ist dabei weniger, wie Sie zu diesen Ergebnissen kommen, sondern wie diese Ergebnisse konkret aussehen. Wie machen Sie das Leben Ihrer Zielkunden schöner oder leichter?

Es ist das große Ganze, das genau den Nerv Ihrer Zielkunden trifft:

Haben sie mehr Zeit für sich und ihre Familie? Erwirtschaften sie mehr Gewinn mit ihrem Unternehmen? Fühlen sie sich wohler in ihrer Haut und mögen endlich ihr Spiegelbild?

Und diese Botschaft sollte sich durch Ihre Website-Texte ziehen.

Die Kernbotschaft sollten Sie gut sichtbar an den Anfang Ihrer Startseite (der Homepage Ihrer Website) stellen. Für Sie ist sie dann der Leitgedanke, der Ihnen hilft, den roten Faden zu behalten, da Sie immer wieder Bezug darauf nehmen können:

  • Was tun Sie, um zu diesen Ergebnissen zu kommen?
  • Welche Probleme beheben Sie?
  • Welche Vorteile hat Ihr Angebot gegenüber dem der Konkurrenz?
  • Was macht Sie zum Experten? (Eine wichtige Frage Ihrer Über-mich-Seite)

Um zu wissen, was es ist, was Ihre Zielkunden wollen, müssen Sie sie gut genug kennen. Wo wir wieder bei Frage 2 sind. (Sie haben es eventuell schon festgestellt: Mit Ihren Zielkunden stehen und fallen die Texte für Ihre Website!)

4. Wie sollen die Website-Texte klingen?

In dieser Frage geht es um die Tonalität Ihrer Website.

Sollen es locker klingen? Spritzig? (Dann sind zum Beispiel kurze Sätze wichtig, weil sie Tempo in Ihren Text  bringen. Unnötige Füllwörter sind dagegen tabu, weil sie den Text aufblähen und „langsam“ machen.)

Wollen Sie elegant wirken? Wie gehen Sie mit Anglizismen um: ja oder nein? Möchten Sie sympathisch klingen? So, dass die Menschen einen Eindruck davon bekommen, wer Sie tatsächlich sind?

Gibt es Worte, die Sie vermeiden, weil sie irreführend sind? (Bei den Website-Texten für eine Hochzeitsplanerin haben wir zum Beispiel das Wort „etwas für Sie übernehmen“ ausgeschlossen, weil sie wusste, dass viele Paare Angst haben, ihnen würde die komplette Planung aus der Hand „gerissen“, wenn sie diesen Begriff lesen.)

Mein Tipp: Ihre Texte sollten immer so natürlich wie möglich klingen

Übrigens: Egal, für welche Tonalität Sie sich entscheiden – ich empfehle Ihnen, dass Ihre Texte so natürlich wie möglich klingen.

Was das heißt, merken Sie, wenn Sie sie laut vorlesen. Fragen sich, ob Sie genauso sprechen würden, wenn Ihre Kunden vor Ihnen stehen oder am Telefon sind.

Ist die Antwort JA, klingen Ihre Texte natürlich. Wenn nicht, sind sie wahrscheinlich noch zu steif (was ganz vielen am Anfang so geht, keine Sorge).

Lesetipp: Vier Wege, um lockere Texte schreiben

Wie Ihre Texte nicht klingen sollten

Und noch ein Rat, damit Sie Vertrauen wecken bei Ihren Besuchern: Vermeiden Sie zwei der typischen Fehler, die ich bei Marketing-Texten immer wieder sehe.

Nummer 1 habe ich „Nur-was-ich-biete-löst-all-Ihre-Probleme“-Technik getauft. Typisch sind viele Übertreibungen, „Buzzwords“ (vermeintlich modern klingende, oft englisch-sprachige, Schlagworte), typische Marketing-Phrasen und eine blumige Sprache.

Nummer 2 nenne ich „Es muss seriös klingen“. Viele Menschen schreiben viel zu förmlich, weil sie Sorge haben, dass ihre Zielkunden sie sonst nicht ernst nehmen. Und das kann ich verstehen. Wir alle wollen als kompetent wahrgenommen werden.

Und natürlich sollen Sie Ihre Expertise deutlich machen. Das Problem: Die steifen Formulierungen wirken distanziert. Distanz ist allerdings kontraproduktiv, wenn wir Vertrauen aufbauen wollen.

Lesen Sie jetzt mehr zu den zwei Schreibstilen, die Sie vermeiden sollten

Und noch ein Lesetipp für die Tonalität: 33 Tipps für bessere Marketing-Texte – Knackig, verständlich, überzeugend, wirksam – so klappt’s!

5. Welche Seiten gibt es auf der Website?

Klar, eine Startseite und Über-mich-Seite sollte Ihre Website in jedem Fall haben. Aber wie schlüsseln Sie Ihre Leistungen auf? Haben Sie nur ein einziges Angebot? Oder mehrere? Ist eine Seite mit häufigen Fragen und den Antworten sinnvoll, weil Kunden immer wieder die gleichen Fragen haben?

Sie sehen: Je nachdem, welche Seiten es auf Ihre Website gibt, müssen Sie nicht alles auf eine einzige packen.

Das hilft Ihnen, die einzelnen Seiten „zu entzerren“ und beim Schreiben den roten Faden zu behalten, weil Sie wissen, worum es auf dieser einen Seite geht.

6. Was soll auf den einzelnen Seiten stehen?

Hier geht es um eine grobe Gliederung, was auf jeder einzelnen Seite nacheinander soll.

Fragen Sie sich wieder, was Ihre Zielkunden wissen müssen. Schauen Sie sich an, was Sie unter dem Punkt „Kernbotschaft“ notiert haben und bauen Sie ein grobes Gerüst.

Auf meinem Blog finden Sie Anleitungen für die Startseite und die Über-mich-Seite.

Zusätzlich habe ich typische Fehler dieser beiden Seiten zusammengestellt:

Sechs typische Fehler auf einer Startseite

Fünf typische Fehler auf der Über-mich-Seite

7. Mit welchen Begriffen suchen Ihre Zielkunden nach der Lösung ihres Problems?

Hier geht es um das große Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Wenn es für Sie wichtig ist, dass Ihre Kunden Sie über Suchmaschinen finden, kommen Sie um dieses Thema leider nicht herum.

Die Leitfrage für die Suchmaschinenoptimierung finden Sie bereits in der Überschrift: Welche Wörter oder Fragen nutzen Ihre Zielkunden, wenn sie recherchieren? Das heißt: Wie wollen Sie gefunden werden?

Auch für diese Frage liegt der Schlüssel bei Ihren Zielkunden. Wenn Sie die genauen O-Töne kennen, mit denen Ihre Zielkunden ihre Probleme oder Wünsche beschreiben, dann bauen Sie diese genau so in Ihre Texte ein. Und ja, das ist tatsächlich so simpel, wie es klingt: Ihre Zielkunden geben Ihnen im Idealfall genau vor, was Sie schreiben sollten.

Die Schlagworte sollten dann unter anderem in folgenden Bereichen auftauchen:

  • Überschrift
  • Einleitung des Textes
  • Zwischenüberschriften
  • „Meta-Daten“, die bei Google in den Suchergebnissen sichtbar sind (Titel und Beschreibung)

Mehr dazu: Diese 5 Teile Ihrer Website sollten Sie mit Keywords optimieren

Wie es weitergeht

Das klingt nach viel Arbeit? Nun ja – je nachdem wie tief Sie ins Konzept gehen, ist es mehr oder weniger.

Für Kunden tippe ich manchmal erst nach sechs Stunden das erste Wort. Und auch meine Kunden berichten mir ebenfalls immer wieder, wie sehr ihnen beim Ausfüllen des Fragebogens der Kopf raucht, weil sie sich mit manchen der Fragen noch nie beschäftigt haben.

Falls Sie also viele Fragezeichen im Kopf haben: Das ist ganz normal, keine Sorge. Wichtig ist nur, dass Sie sich davon nicht zurückhalten lassen.

Wünschen Sie sich Unterstützung und Begleitung beim Antworten der Fragen?

Sie kommen allein nicht weiter und hätten mich gerne als Sparringspartner an Ihrer Seite, um all die Fragen zu beantworten? Dann schreiben Sie mir eine Nachricht und lassen Sie uns in einem Erstgespräch darüber sprechen, wo Sie derzeit stehen, wo es hakt und was Sie konkret erreichen möchten.

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