Die 5 häufigsten Fehler in Website-Texten

Und wie Sie sie vermeiden

Im Netz gibt es ein paar Stolpersteine, die einer zielführenden Website im Weg stehen. Trotzdem halten sie sich hartnäckig. In diesem Artikel zeige ich Ihnen fünf typische Fallstricke von Website-Texten und was Sie tun können, wenn Sie einen davon bei sich identifiziert haben.

Die eigenen Website-Texte schreiben ist nicht leicht. Und gerade, weil eine Website zu den wichtigsten Akquise-Instrumenten gehört, wollen wir es richtig machen.

Verständlich.

Nur stand es leider nie auf irgendeinem Lehrplan, wie wir ansprechende Website-Texte verfassen. Was machen wir also: Wir schauen bei Mitbewerbern oder Lieblingswebsites, wie die es machen, um uns zu inspirieren. Auch dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden (wenn es dabei bleibt, dass Sie sich lediglich inspirieren lassen…).

1. Ein „Herzlich willkommen“ verschenkt wertvollen Platz zu Beginn

Mit „Herzlich willkommen“ beginnen immer noch sehr viele Websites – und ich kann verstehen, dass Sie Ihre Besucher begrüßen. Haben Sie Angst, „mit der Tür ins Haus zu fallen“? Diese Sorge kann ich zwar nachvollziehen – ich kann Sie aber beruhigen. Sie ist unbegründet.

Platzieren Sie zu Beginn der Startseite stattdessen aussagekräftige Überschriften, die Ihre Besucher abholen. Bringen Sie auf den Punkt, welche Ergebnisse Sie erzielen und benennen Sie Ihre Zielkunden, damit sie wissen, dass sie richtig bei Ihnen sind. Ebenfalls wichtig: Relevante Schlüsselbegriffe, damit Google aufhorcht und Ihre Website bei Suchanfragen Ihrer Zielkunden weit vorne anzeigt (Stichwort Suchmaschinenoptimierung).

2. Was Ihre Zielkunden interessiert, kommt zu spät

Auf ein „Herzlich willkommen“ folgt auf der Startseite oft eine allgemeine Einleitung ins Thema. Und auch damit tun Sie sich leider keinen Gefallen, weil es Ihren Besuchern nicht hilft, sich zu orientieren.

Wahrscheinlich wissen Sie, dass Website-Besucher sehr ungeduldig sind und in Bruchteilen von Sekunden wissen möchten, ob sie bei Ihnen relevante Informationen zu ihrer Suchanfrage finden.

Darum ist ein direkter Einstieg wichtig, damit Ihre Besucher erkennen, dass sie richtig sind – also Unterstützung bei ihrem Problem und ihrer Aufgabe finden. Ihre Website-Texte sollten daher sofort das Problem ansprechen, das Sie beheben.

3. Die Texte sind nicht gut strukturiert

Website-Texte müssen sich scannen lassen. Ist das nicht der Fall, sinkt die Wahrscheinlichkeit rapide, dass sie gelesen werden.

Der Grund dafür ist: Das Lesen am Bildschirm strengt die Augen an. Für einen entspannten Eindruck sorgen weiße Stellen, die komplett leer sind, sogenannter Weißraum.

Oft sind Website-Texte aber nicht gut strukturiert: zu viel Fließtext, zu lange Absätze, zu wenig Zwischenüberschriften.

(Ich plädiere hier ausdrücklich nicht für kürzere Texte. Der Mythos „Das liest doch keiner“ ist leider weit verbreitet, betrifft aber nur „Nicht-Kunden“. Sind potentielle Kunden kaufbereit, lesen sie.)

Steht auf Ihrer Website nur eine gleichförmige Wand aus Fließtext,

  1. finden die Augen keine Ankerpunkte, um Ihren Text zu scannen und
  2. meldet das Gehirn sich, weil es sich von der großen Textmenge schier überfordert fühlt.

Die Lösung: Ihre Texte sollten Sie so strukturieren, dass Leser sie einfach scannen können.

Statt langer Absätze und reinem Fließtext sollten Sie

  • kurze Textbausteine,
  • Aufzählungen
  • und eindeutige Zwischenüberschriften

nutzen.

So kann das Auge von einer Stelle zur nächsten springen und der Leser schnell entscheiden, an welcher Stelle er tiefer in den Text einsteigen möchte.

Mehr über das Leseverhalten im Web

4. Sie sprechen zu viel von sich

„Ich biete“, „Ich habe“, „Ich mache“, Ich …“ Auf vielen Websites stehen der Anbieter bzw. seine Leistungen im Vordergrund. Verständlich – denn darüber wollen Sie ja schließlich informieren, richtig?

Ja und nein.

Denn Ihre Zielkunden fühlen sich davon nicht angesprochen. Oft wissen sie nämlich noch nicht, dass Ihr Angebot das richtige Werkzeug ist, um ihre Probleme zu lösen.

Dass ich Ihnen „Konzeption von Website-Texten“ biete, wird Sie womöglich erstmal kalt lassen. Verständlich. Denn woher sollen Sie als Laie wissen, dass Website-Texte einem stringenten Konzept folgen müssen, wollen Sie damit auch Kunden gewinnen.

Ihr sichtbares Problem ist: Ihre Website bringt Ihnen keine Anfragen. Dass ein fehlendes Konzept der Grund sein könnte, wissen Sie an dieser Stelle vielleicht noch gar nicht.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Sprechen Sie Ihre Besucher an, benennen Sie die Probleme, für die Ihr Angebot genau die richtige Lösung ist. Sagen Sie, was Sie erreichen – wie zum Beispiel: bei „Google gefunden werden und die richtigen Kunden anziehen“ in meinem Fall.

5. Es fehlen klare Handlungsaufforderungen

Vielen Websites fehlt eine klare Botschaft, was der Website-Besucher als nächstes tun kann bzw. soll.

Oft sehe ich das z.B. auf der Startseite und in Blogartikeln. Statt den Besucher aktiv mit einer deutlichen Aufforderung zum nächsten Schritt leiten, wird er mit den bloßen Informationen „allein gelassen“.

Besucher haben nicht das Wissen, das Sie haben. Sie wissen nicht, dass Sie beispielsweise ein kostenfreies Gespräch anbieten und sie sich in ein Formular eintragen können.

Und ja, das ist ein Problem, wenn gerade ein echt interessierter Besucher Ihre Seite besucht. Denn ohne eine klare Aufforderung weiß er nicht, welchen nächsten Schritt er tun kann, um sein Problem zu lösen, wie z.B. ein Erstgespräch anfordern, eine Anleitung herunterladen, eine Nachricht schicken usw.

Die Lösung: Platzieren Sie deutliche Handlungsaufforderungen, sogenannte „Call to Actions“ (CTA).

Schreiben Sie „Vereinbaren Sie jetzt ein kostenfreies Gespräch“, denn nur so weiß Ihr Besucher, was er als nächstes tun kann.

Und keine Sorge: Das wirkt nicht aufdringlich. Solche CTAs sind ein Angebot für die wirklich interessierten Besucher. Niemand ist verpflichtet, ihnen zu folgen. Und so lange Sie diese CTAs weder komplett in GROSSBUCHSTABEN noch mit zig Ausrufezeichen versehen, wirkt das auch weder aufdringlich noch laut.

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