Das eigene Angebot reflektieren während des Schreibens? Bloß nicht!

Zuletzt aktualisiert am 11.05.2022

Was biete ich auf meiner Website an? Wie wirkt alles rund und kompetent? Und was bringt mein Angebot meinen Kunden? Fragen wie diese stellen sicher auch Sie sich, wenn Sie selbstständig sind. Und wahrscheinlich ist auch für Sie das Schreiben Ihrer Website-Texte der optimale Zeitpunkt, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Doch Vorsicht: Das ist der sichere Weg für großen Frust beim Schreiben.

Viele von uns Selbstständigen schreiben auch deswegen ihre Website-Texte selbst, weil sie sich und ihr Angebot dabei noch einmal reflektieren wollen.

Denn für ihre eigene Entwicklung hilft es, sich Gedanken über das eigene Business zu machen.

Denn natürlich: Wir brauchen erstmal Klarheit darüber, was wir auf unserer Website rüberbringen wollen.

Und ohne diese Klarheit geht es nicht.

Wir müssen also entscheiden, was wir eigentlich anbieten und was wir über uns und unser Angebot schreiben wollen.

Das Schreiben der Texte für die eigene Website ist doch also der beste Moment, sich mit sich und seinem Thema auseinanderzusetzen, oder?

Nicht ganz.

Wieso? Das erkläre ich Ihnen gleich.

Und regelmäßig grüßt die Schreibblockade

Falls Ihre Website-Texte auch für Sie das am liebsten prokrastinierte Thema sind (womit Sie sich übrigens in guter Gesellschaft befinden), dann kommt Ihnen das folgende Szenario wahrscheinlich bekannt vor:

Sie setzen sich motiviert an den Schreibtisch.

Fangen an zu tippen.

Doch sofort rattert Ihr Kopf wieder los: Passt das? Und wie teile ich denn meine Angebote überhaupt auf? Trifft es das wirklich?

Und ohne gefühlt einen Schritt weiter zu sein, schließen Sie das Dokument wieder.

Egal, wie gut und gerne Sie schreiben: Sie fühlen sich immer wieder blockiert.

Zum Glück sind dann andere Dinge doch immer wichtiger und dringender, so dass Sie das Thema scheinbar guten Gewissens aufschieben können, nicht wahr?

Ich verstehe Sie da sehr gut …

Verbinden Sie auf keinen Fall das Schreiben mit dem Reflektieren

Genau dieses Szenario ist der Grund für meinen folgenden Appell:

Ich rate Ihnen dringend davon ab, das Schreiben und Reflektieren miteinander zu verbinden.

Denn das ist einer der sichersten Wege in eine Schreibblockade zu laufen. (Schreibblockade bei Ihren Website-Texten: 7 deutliche Warnsignale, die Sie möglicherweise überhören)

Mit der Folge, dass sich in Ihrem Kopf eine fatale Überzeugung festsetzt: „Ich kann wohl einfach nicht gut genug schreiben.“

Und Sie sich damit viel verbauen. (Wie zum Beispiel, endlich Ihre Website-Texte selbstbewusst zu veröffentlichen und regelmäßig passende Kunden anzuziehen und damit eine konstante Auslastung zu erzielen.)

Lesen Sie mehr:

Gehen Sie stattdessen so vor

Wie bereits erwähnt: Dass wir uns über uns und unser Angebot klar werden – das ist essenziell. Das dürfen wir nicht weglassen.

Und Sie ahnen es jetzt wahrscheinlich schon: Diesen Schritt müssen wir vom Schreiben abkoppeln.

Wie gehen wir also idealerweise vor?

  • Setzen Sie sich in Ruhe mit den wichtigen Fragen rund um Ihr Angebot auseinander. Brainstormen Sie frei. Schreiben Sie (in Stichpunkten) auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Korrigieren Sie sich dabei nicht.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie wissen, welche Infos an welche Stelle auf der Website hingehören. (Falls Sie noch unsicher sind, hilft Ihnen mein Kurs dabei: Die Bauanleitung für Ihre Website-Texte)
  • Setzen Sie die stichpunktartigen Infos dann dort ein.
  • Schreiben Sie erst dann los.

Mehr lesen: Online Kunden gewinnen: Die 3 starken Säulen für Ihre Website-Texte

Das sind Fragen, auf die es ankommt

Sie wollen wissen, wie das konkret aussehen kann?

Gerne.

Mit meinen Kunden im Knotenlöser-Coaching gehe ich zum Beispiel so vor:

Ich stelle Ihnen zu Beginn unserer Zusammenarbeit in einem schriftlichen Fragebogen viele Fragen über sie und ihr Business, wie:

  • Wer sind Ihre Kunden? Warum kommen sie zu Ihnen? Welche Probleme löst Ihr Angebot?
  • Was macht Sie aus? Was treibt Sie an?
  • Welche verschiedenen Angebote bieten Sie an? Welches ist das wichtigste? Welches ist weniger relevant?

Meine Kunden haben dann in Ruhe Zeit, diese Fragen zu beantworten. Alle Fragen, auf die sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Antwort wissen, bearbeiten wir dann im Coaching.

Erst alles aus dem Kopf raus, dann gemeinsam die Kernpunkte erarbeiten

Ab dann reflektieren wir im Coaching gemeinsam Punkte wie:

  • Wer genau sind meine (idealen) Kunden, die ich anziehen will? (Dabei zeige ich ihnen, wie sie ihren Kunden in den Kopf leuchten, wie z. B. durch Kunden-Interviews).
  • Was biete ich an? Was will ich nicht (mehr) auf der Website zeigen?
  • Wie bringe ich meine verschiedenen Angebote unter einen Hut, damit es rund wirkt? Wie präsentiere ich meine Angebote so, dass es nicht wie ein Bauchladen aussieht?
  • Welchen Nutzen bietet mein Angebot?
  • Wie bringe ich in wenigen Worten und gleichzeitig umfassend auf den Punkt, was ich tue?

Gut Ding braucht Weile

Und nein, keine Sorge, diese Fragen sind nicht in 90 Minuten mal schnell beantwortet.

Im Knotenlöser-Coaching haben meine Kunden sechs Mal 90 Minuten Zeit, mit mir die Köpfe rauchen zu lassen.

Und zwischen den Einheiten arbeiten sie eigenständig an ihren Themen.

Mit den richtigen Fragen lösen sich dann schnell Knoten auf, die bis dahin richtig festsaßen.

Ignorieren Sie das Schreiben, solange es noch nicht ansteht

 Bis dahin haben wir übrigens noch keinen Gedanken ans Schreiben der Texte verschwendet.

Ja wirklich. Wie konzentrieren uns einzig und allein auf das Angebot bzw. die Kunden.

Ich sortiere für meine Kunden dann alles, was wir erarbeitet haben, und übernehme einen Schritt, der vielen erfahrungsgemäß (und verständlicherweise) schwerfällt:

Ich „sortiere“ die Inhalte in Word-Vorlagen dort ein, wo sie auf der Website hingehören.

Und erst dann schreiben meine Kunden los.

Sie sehen, wie viel Zeit bis hierhin vergangen ist?

Es liegt also nicht an Ihnen, wenn Sie regelmäßig verzweifeln, wenn Sie von sich erwarten, alles in einem Abwasch zu machen.

Besser texten wollen: Warum Sie jetzt damit aufhören sollten (wenn Sie Website-Besucher in Kunden verwandeln wollen)

Müssen Sie sich wirklich ganz alleine klarwerden, was Sie anbieten? Nein!

Kommen wir nochmal zurück zu einer Aussage, die ich recht häufig höre:

„Ich muss erstmal entscheiden, was ich anbieten will und was nicht. Da kann mir ja eh keiner bei helfen.“

Die gute Nachricht ist: Doch, (wenn Sie wollen) können Sie sich bei dieser Entscheidung unterstützen lassen.

Sie müssen sich NICHT ganz alleine darüber klar werden, was Sie anbieten und rüberbringen wollen. Holen Sie sich Unterstützung (so wie meine Kunden sich mit den Knotenlöser-Coaching unterstützen lassen).

Gerade Kunden, die schon eine ganze Weile im Business sind, haben über die Jahre ein breites Portfolio entwickelt. Das Coaching nutzen sie dann, um „vom Bauchladen loszulassen“ und/oder ihr Portfolio schärfen.

Für sie ist es unendlich hilfreich, mit mir als Sparringspartner auf ihr Business zu schauen.

Fazit

Ja, die eigenen Website-Texte zu schreiben, ist der richtige Moment, sich (noch einmal) mit sich und dem eigenen Angebot zu beschäftigen.

Doch trennen Sie unbedingt beide Schritte.

Gehen Sie stattdessen so vor:

Listen Sie alle wichtigen Fragen rund um Ihr Angebot auf und notieren Sie dann (stichpunktartig) Ihre Antworten.

Sortieren Sie dann Ihre Inhalte in einem Textdokument in der richtigen Reihenfolge für die Website.

Gehen Sie erst dann ans Schreiben und formulieren Sie die einzelnen Texte Schritt für Schritt.

Und vergessen Sie nicht: Wenn Sie sich unsicher sind, was genau Sie (auf Ihrer Website) anbieten wollen – holen Sie sich Unterstützung für den Entscheidungsprozess.

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Über Maria Horschig

Ich unterstütze Selbstständige, die mit ihrer Website zu wenig Kunden gewinnen, mit ihren Website-Texten Besucher in Kunden zu verwandeln.

Ich zeige Ihnen, wie Ihre Texte verkaufen, ohne verkäuferisch zu klingen und ganz ohne das typische Marketing-Blabla auskommen.

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