So kommen Sie in Ihren Blogartikeln leichter auf den Punkt

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2022

Es fällt Ihnen schwer, auf den Punkt zu kommen? Sie reden gern um den heißen Brei herum? Vertun sich in Endlos-Sätzen mit x Nebensätzen und gefühlten hundert Kommata? Das muss nicht sein. Es ist gar nicht so schwer, treffender zu formulieren. Mit diesen drei Tipps wird es ab jetzt einfacher.

1. Erstellen Sie ein Konzept

Beginnen Sie erst, wenn Sie eine klare Idee im Kopf haben.

Schreiben Sie nicht einfach wild drauf los. Wenn Sie ohne Fahrplan im Kopf losschreiben, laufen Sie Gefahr, vom Weg abzukommen.

Ein Konzept wirkt wie eine Leitplanke, die Sie auf Kurs hält und dafür sorgt, dass Sie beim Thema bleiben und auf den Punkt kommen.

Seien Sie sich im Klaren darüber, dass Sie nicht schreiben um des Schreibens Willen- Fragen Sie sich vorab, warum Sie diesen Text schreiben.

Was wollen Sie sagen? Was soll Ihr Leser danach wissen oder tun?

Wenn Sie keinen Fahrplan im Kopf haben, merkt das auch Ihr Leser. Weil Sie dann wahrscheinlich nicht stringent formulieren und „um den heißen Brei reden“.

 Die folgenden Fragen helfen Ihnen, sich klar zu werden, was Sie wollen. Notieren Sie sich die Antworten. So erarbeiten Sie sich ein Fundament, auf dem Sie Ihren Text aufbauen. Je solider dieses Konzept ist, desto treffender wird der Text – vergleichbar mit einem Haus.

  1. Wissen Sie, wen Sie erreichen wollen?
  2. Wissen Sie, was Sie sagen wollen? (Was ist die eine Kernbotschaft? Welche weiteren Informationen wollen Sie vermitteln?)
  3. Wissen Sie, was Sie erreichen wollen? Was soll Ihr Leser danach tun oder wissen?

2. Vermitteln Sie pro Satz nur eine Botschaft

Machen Sie es Ihrem Leser so einfach wie möglich, alles zu erfassen, was Sie vermitteln wollen.

Überbringen Sie pro Satz nur eine wichtige Information. Nicht zwei, nicht drei. EINE EINZIGE.

Der Grund dafür ist psychologischer Natur: Das Gehirn kann nicht filtern, was die essenzielle Botschaft des Satzes ist.

Packen Sie viele wichtige Informationen in einen Satz passiert also folgendes:

Wichtiges wird durch unwichtige Informationen „übertönt“. Für das Gehirn ist der Punkt am Satzende die Erlaubnis, das vorher Gelesene verarbeiten zu können.

Mit dieser Regel zwingen Sie sich, auf den Punkt zu kommen.

Denn Sie müssen sich nun jedes Mal fragen: Was ist die wichtige Botschaft in diesem Satz? Was muss mein Leser aus diesem Satz mitnehmen? Was ist an genau dieser Stelle eher nebensächlich?

Sie werden merken, dass es Ihnen allein mit dieser Regel leichter fallen wird, treffend zu formulieren.

3. Schreiben Sie kurze Sätze

Ein Satz sollte maximal 20 Worte haben. (Das ist die Anzahl an Worten, die wir mit einem Atemzug laut vorlesen können.)

Dass ein Punkt am Satzende für das Gehirn eine Erholung ist, wissen Sie ja bereits.

Die 20 Worte setzen sich zusammen aus:

  • maximal 13 Worten im Hauptsatz und
  • maximal einem Nebensatz, der maximal sieben Worte haben sollte.

Fällt es Ihnen schwer sich kurz und knapp zu halten?

Versuchen Sie mal den folgenden Tipp: Halten Sie in einem zu langsam Satz nach Kommata und dem Wörtchen „und“ Ausschau. An vielen dieser Stellen können Sie manchmal auch einen Punkt setzen.

Das funktioniert in langen Sätzen immer, garantiert.

Eventuell müssen Sie beide Sätze etwas umformulieren. Ja, das ist Arbeit – aber diese Arbeit lohnt sich, wenn Sie es auf den Punkt bringen wollen. Wie Schachtelsätze endlich Geschichte sind

Mehr Tipps, wie Sie sich kurz fassen, finden Sie auch in meinem Artikel Wie Ihre Website-Texte knackiger werden.

Wie Sie nicht auf den Punkt kommen

Den folgenden Text bekam ich als E-Mail Anfang des Jahres vom Hersteller meiner Buchhaltungssoftware:

Zum Jahresstart haben wir heute die im letzten Newsletter angekündigte Funktion, mit der die Layouts der Dokumente per eigenem CSS individualisiert werden können, nach einer erfolgreichen ersten BETA-Phase in den TEAM- und BUSINESS-Accounts für alle PRO+ Accounts freigeschaltet.

Dieser Satz hat 38 Wörter. 38. Dreimal so viel, wie empfohlen.

Dazu kommt die Fülle an Informationen in diesem Satz. Ich persönlich zähle fünf Botschaften:

  1. Zum Jahresstart haben wir heute
  2. die im letzten Newsletter angekündigte
  3. Funktion, mit der die Layouts der Dokumente per eigenem CSS individualisiert werden können,
  4. nach einer erfolgreichen ersten BETA-Phase in den TEAM- und BUSINESS-Accounts
  5. für alle PRO+ Accounts

Je nach Detailverliebtheit könnten es noch mehr sein (z.B. dass die Betaphase erfolgreich war) – aus meinen Vorträgen und Seminaren weiß ich, dass die Varianz der gezählten Informationen gewaltig auseinander klaffen kann.

Die eigentliche Botschaft:

Die Layouts der Dokumente können ab heute per eigenem CSS individualisiert werden. Diese Funktion ist für alle PRO+ Accounts freigeschaltet.

Die beiden Sätze haben 13 bzw. acht Wörter.

Alle anderen Informationen in dem Originalsatz können Sie getrost weglassen.

(An dieser Stelle möchte ich nur kurz unterstreichen, dass ich mein Buchhaltungstool  wirklich liebe. (Es heißt übrigens Papierkram.)

Überprüfen Sie Ihren Text

Sie sind fertig? Sehr gut, herzlichen Glückwunsch. Wenn Sie glauben, jetzt entspannt die Beine hochlegen zu können, muss ich Sie enttäuschen. Jetzt kommt ein weiterer wichtiger Part des Schreibens.

Lassen Sie Ihren Text liegen, mindestens einen Kaffee, besser eine Nacht, noch besser ein paar Tage.

Dann lesen Sie sich Ihr Konzept noch einmal durch.

Und dann lesen Sie Ihren Text noch einmal. Noch besser: Lesen Sie Ihn laut vor. Und überprüfen Sie, ob das, was da steht, zu dem passt, was Sie ursprünglich sagen wollten.

Passt? Super, Sie haben es geschafft.

Passt nicht? Markieren Sie zuerst nur all die Stellen, die Ihnen beim Lesen auffallen.

Gehen Sie dann noch einmal in den Text. Oft hilft es, zu lange Sätze zu kürzen und sehr stringent zu forschen, in welchen Sätzen sich zu viele Informationen tummeln.

Dabei hilft Ihnen auch ein Werkzeug, das Ihnen in 2 Minuten sagt, wie gut lesbar Ihr Text ist: Alles zum Flesch-Index

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Über Maria Horschig

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