Das gehört auf eine Startseite

Sechs Elemente einer erfolgreichen Startseite – Plus: Was nicht drauf gehört

Eine übersichtliche und überzeugende Startseite ist das Herzstück einer Website, die Kunden gewinnt. Wenn Sie Ihre Startseite gestalten, sollten Sie nicht nur bestimmte Inhalte platzieren, sondern auch auf einen zielgerichteten Aufbau achten. Welche sechs Elemente das sind und wie Sie diese optimal aufeinander aufbauen, erfahren Sie in diesem Artikel. Zusätzlich schauen wir uns kurz an, was nicht auf Ihre Startseite gehört.

Haben Sie das auch schon mal erlebt? Sie kommen auf eine Website und die Startseite überrennt Sie fast mit ihrem Informationsangebot? Vor lauter Text und Buttons wissen Sie gar nicht, was Sie zuerst lesen oder wo Sie klicken sollen?

Die Startseite (die Homepage) Ihrer Website fungiert wie ein Wegweiser und Türöffner für Ihre Website. Auf die Startseite gehören daher Inhalte, die Ihren Besuchern in kürzester Zeit vermitteln, dass sie bei Ihnen richtig sind, Ihre Expertise vermitteln und Vertrauen aufbauen.

Beachten Sie diese Punkte nicht, wird Ihre Startseite eventuell schnell zum Labyrinth –und vergrault Besucher.

In diesem Artikel zeige ich Ihnen, was auf Ihre Startseite gehört – und was nicht.

Ihre Startseite ist ein Zusammenspiel verschiedener Sektionen

Damit Ihre Startseite als Wegweiser und Türöffner fungiert, muss sie klar strukturiert und höchst übersichtlich sein.

Am einfachsten erreichen Sie das, indem Sie Ihre Startseite in verschiedene Sektionen unterteilen – gedanklich und visuell. Und diese so anordnen, dass sie dem Informationsinteresse Ihrer Besucher entsprechen.

Jede Sektion sollten Sie mit einer aussagekräftigen Zwischenüberschrift betiteln. Typische Zwischenüberschriften sind „Meine Leistungen“, „Über mich“ oder „Stimmen meiner Kunden“. Diese müssen gar nicht hochkreativ sein. Wichtig ist, dass sie enthalten sind und damit Ihre Startseite in klare Bereiche unterteilen. So können Ihre Besucher Ihre Startseite einfacher überfliegen und finden, was sie suchen.

Die Reihenfolge Ihrer Sektionen sollte wie folgt aussehen:

  1. Ihr Business in zwei bis drei Sätzen auf den Punkt gebracht
  2. Was kann Ihr Besucher unmittelbar tun, um sein Problem zu lösen?
  3. Ihr Angebot
  4. Wer sind Sie?
  5. Ihre Expertise: Blog, Videos, Vorträge
  6. Kundenstimmen

Erfahren Sie nun, was in die verschiedenen Sektionen auf Ihrer Startseite gehört.

Sektion 1: Ihr Business in zwei bis drei Sätzen auf den Punkt gebracht

Ziel des oberen Teil ist es, Interesse zu wecken und Orientierung zu bieten. Hier sollten Ihre Besucher sofort sehen, ob sie bei Ihnen richtig sind. Beantworten Sie also drei Fragen:

  • Wem helfen Sie?
  • Wie genau helfen Sie Ihren Kunden?
  • Wer sind Sie?

Im Optimalfall bringen Sie die Antworten in zwei bis drei Sätzen unter.

Ein Beispiel der Seite Passion&Profit:

Damit Ihr Traum von Unabhängigkeit und persönlicher Freiheit wahr wird – Businessaufbau & Verkaufsstrategien für Solo-UnternehmerInnen, die wissen, dass Wissen allein für den Erfolg nicht ausreicht

Verbunden mit einem sympathischen Foto von Ihnen, können Sie hier ein großes „Eingangstor“ bauen, das Ihre Besucher neugierig macht, mehr über Sie und Ihr Angebot zu erfahren.

Sektion 2: Was kann ich jetzt sofort tun, um mein Problem zu lösen?

Kommen Besucher auf Ihre Website, wollen sie meist ein bestimmtes Problem lösen. Bieten Sie Ihren Besuchern eine Möglichkeit, dieses jetzt direkt ein Stück weit zu lösen.

Verweisen Sie auf Ihr Erstgespräch, Ihr kostenfreies E-Book oder ein ähnliches Angebot. Und vor allem: Formulieren Sie eine klare Handlungsaufforderung, wie „Jetzt herunterladen“ oder „Jetzt Termin vereinbaren“.

Auf Passion&Profit lautet dieser Text wie folgt:

Holen Sie sich die kostenlose Anleitung

Überzeugen Sie potentielle Kunden in 20 Sekunden (oder weniger) mit diesem Intromercial.

Jetzt downloaden

Ein solches kostenfreies Angebot ist ein essentieller Bestandteil, wollen Sie mit Ihrer Website erfolgreich Kunden gewinnen. Erfahren Sie mehr darüber in den drei Teilen meiner Mini-Serie „Wie Sie mit Ihrer Website Kunden gewinnen:

Sektion 3: Ihr Angebot

Auf Ihre Startseite gehört natürlich Ihr Angebot: Was offerieren Sie? Platzieren Sie so genannte „Teaser“, also kurze Anreißertexte, die in zwei bis drei Sätzen nicht nur Ihre Leistung, sondern auch deren Resultate erklären. Und: Verlinken Sie direkt dorthin.

Beispiele:

1)

„Ambition“ Coaching Programm

Sechs Monate, in denen wir Ihr Business auf das nächste Level heben und Ihren Traum von persönlicher Freiheit verwirklichen.

Jetzt bewerben

(Passion&Profit)

2)

Wirtschaftsmediation

Wenn Kollegen nur noch übereinander anstatt miteinander sprechen und die Luft zum Zerreißen dünn geworden ist, vermittle ich zwischen den Beteiligten. In kurzer Zeit lassen sich so selbst tiefe Gräben wieder schließen – und das langfristig.

Mehr zur Wirtschaftsmediation »

(Sabine Wolff, Wirtschaftsmediation, Coaching in München und Umland)

Sektion 4: Über mich

Zeigen Sie sich! Auf Ihre Startseite gehören drei, vier Zeilen über Sie bzw. Ihr Unternehmen. So erfahren Ihre Besucher direkt, mit wem sie es zu tun haben. Sie sollen hier natürlich nicht Ihre gesamte Über-mich-Seite zitierten, ein kurzer Ausschnitt reicht. Von hier aus verlinken Sie dann auf Ihre Über-mich-Seite.

Beispiel:

Über Fidelis: Qualität statt heißer Luft

Fidelis bedeutet „der Verlässliche“ – und darauf können Sie sich verlassen. Wer braucht schon versteckte Kosten, unverständliche AGB und miesen Service? Eben. Wir auch nicht.

Wir wollen, dass Ihre Feier oder Veranstaltung rundum gelingt. Und dafür tun wir mit unserem Verleih in Falkensee alles. Wir beraten Sie ehrlich und machen Ihnen das Mieten von Hüpfburgen und Modulen so einfach wie möglich.

Mehr über uns

(Fidelis Fun, Verleih von Hüpfburgen und Eventmodulen in Berlin und Umgebung)

Sektion 5: Ihre Expertise zeigen: Blog oder andere Arbeitsproben

Wunderbar, Ihre Besucher haben bis hierhin gescrollt. Und nein – das ist nicht selbstverständlich! Besucher lesen meist erst die oberen Bereiche und nur, wenn sie interessiert sind, scrollen sie weiter. (Mehr zum Leseverhalten im Web)

Ihre Besucher wollen jetzt also mehr über Sie erfahren und sich ein detaillierteres Bild von Ihnen machen. Zeigen Sie Ihre Expertise!

Haben Sie einen Blog? Verlinken Sie die neuesten Artikel! Sprechen Sie demnächst auf Veranstaltungen? Geben Sie die Termine an. Haben Sie einen YouTube-Kanal mit Videos? Binden Sie Videos ein!

Sektion 6: Vertrauen aufbauen: Kundenstimmen und Co

Je interessierter Besucher werden, desto mehr „Futter“ benötigen sie, um Vertrauen zu Ihnen aufzubauen. Sie wollen sicher gehen, dass genau Sie der oder die Richtige sind für ihr Anliegen. Zwei Dinge eignen sich dafür optimal: Referenzprojekte und Kundenstimmen (Testimonials).

Es geht einfach nichts über echte Aussagen von echten Menschen. Die Betonung liegt hier auf „echt“. Wenn Kunden erzählen, wie Ihre Arbeit oder Ihr Produkt dazu beigetragen hat, ihr Leben zu verbessern oder welche konkreten Resultate sie dank Ihnen erzielt haben, ist das die beste Empfehlung für Ihre Arbeit.

Optimal sind Vorher-Nacher-Testimonials oder eben konkrete Resultate.

Ein Beispiel für ein passendes Testimonial ist zum Beispiel das meiner Kundin Annalena Ayad, für die ich Website-Texte geschrieben habe und die bereits nach kurzer Zeit erste Anfragen darüber erhielt:

Als ich mich als Schlafcoach selbstständig gemacht habe, benötigte ich Texte für meine Website. Ich bin direkt auf Maria zugekommen, weil sie mir empfohlen wurde. Die Zusammenarbeit mit ihr sei herzlich, unkompliziert und professionell. Das kann ich nur bestätigen!

Mit den Texten bin ich sehr glücklich. Sie sind genauso geworden, wie ich sie mir vorgestellt habe. Selber hätte ich sie so nicht formulieren können. Ich erkenne mich in den Texten komplett wieder, Maria hat wirklich den richtigen Ton getroffen!

Nach kurzer Zeit habe ich die erste Anfrage über meine Website bekommen. Die Kundin sagte mir auch, dass sie sich für mich entschieden hat, weil sie meinen Auftritt überzeugend und sympathisch findet. Mittlerweile kommen über die Website immer mehr Anfragen.

(Annalena Ayad, Sleeping Stone (Schlafcoaching für Babys und Kleinkinder), Berlin)

Je hochpreisiger Ihr Angebot ist, desto wichtiger sind Kundenstimmen.

Wie Sie aussagekräftige Testimonials erhalten, erfahren Sie in diesem Blogartikel von Passion&Profit: Zwei Beispiele für Testimonials, die ideale Kunden anziehen

Aber auch ein Portfolio, in dem Sie bisherige Projekte vorstellen, eignet sich an dieser Stelle.

Verlinken Sie auch von hier wieder auf die Unterseite mit allen Kundenstimmen und/oder Projekten.

Nicht vergessen: Auf eine Startseite gehören genügend Links!

Wie eingangs erwähnt: Ihre Startseite ist ein Türöffner und Wegweiser. Bieten Sie kurze Häppchen an und ebnen Sie Ihren Besuchern dann mit Verlinkungen den Weg zu Ihren Unterseiten!

Nichts ist schädlicher als Informationssackgassen, die Ihre Besucher ins Leere laufen lassen.

Was gehört nicht auf eine Startseite?

Lassen Sie uns kurz noch darüber sprechen, was nicht auf eine Startseite gehört. Einige dieser Punkte sehe ich zwar fast nicht mehr, aber der Vollständigkeit halber sollen sie Erwähnung finden – auch um Ihnen die nötige Sicherheit zu geben, falls Sie sich gefragt haben, ob sie auf Ihre Startseite gehören.

Herzlich willkommen und redundante Einleitungssätze

„Herzlich willkommen!

Ich begrüße Sie auf meinen Seiten und freue mich, dass Sie den Weg zu mir gefunden haben.

Hier finden Sie alles zu mir und meinem Angebot. Schauen Sie sich in Ruhe um.

Viele Grüße …“

Ob nun so ähnlich, komplett oder in Teilen: Solche Sätze gehören nicht auf Ihre Startseite – und schon gar nicht in den wertvollen Bereich direkt am Anfang.

Wenn Sie sich jetzt wiedererkennen – fühlen Sie sich bitte nicht schlecht deswegen. Ich verstehe, dass Sie Ihren Besuchen diese Dinge mitteilen wollen! Daher ist es nur natürlich, dass Sie diese Sätze platziert haben, denn alles, was darin geschrieben steht, kann ich zu hundert Prozent nachempfinden.

Um Ihnen aber die Sicht Ihrer Besucher zu verdeutlichen: Dass Sie auf Ihrer Website Infos zu sich und Ihrem Angebot darbieten – das erwartet Ihr Besucher. Dass Sie sich freuen, ist natürlich schön – nur leider nichtssagend für ihn. Und in Ruhe umschauen – das tun Besucher natürlich – sollten sie erkannt haben, dass es sich lohnt, zu bleiben 😉

Zu viel Fließtext ohne Struktur

Natürlich benötigt Ihr Besucher „Futter“ in Form von Text, um sich über Sie und Ihr Angebot zu informieren. Nur, was nicht auf eine Startseite gehört, ist zu viel Fließtext ohne visuelle Anker.

Was meine ich mit visuellen Ankern? Zum Beispiel Zwischenüberschriften und Absätze. Zwischenüberschriften geben Ihren Besuchern Halt und Orientierung, wenn sie über Ihre Startseite scrollen.

Zu jeder Sektion reichen, wie oben bereits erwähnt, ein paar Sätze oder Absätze. Sie sollen „Appetit machen“ auf Ihre Unterseiten und den Link dorthin ebnen.

Vergessen Sie auch nicht: Die Startseite muss und soll nicht sofort alle Informationen liefern, die Sie transportieren möchten! Sie müssen hier nicht alles sagen, was Ihnen wichtig ist.

Die Textmenge sollte darum wesentlich geringer sein als zum Beispiel auf der Über-mich-Seite.

Relikte aus früheren Zeiten

Besucher-Counter, blinkende Elemente, Musik – ja, die 90er und 2000er waren schon eine wilde Zeit, was Websites angehen. Auch meine erste Website anno 2006 glänzte mit einem Counter (ich war stolz über jeden Besucher, die sich über meine Monate in Finnland informierte!) und blinkenden Überschriften.

Nur: Diese Zeiten sind vorbei! Heutzutage wirken diese Elemente allenfalls unprofessionell und gehören daher auf keine Startseite mehr!

Tipp zum Schluss: Setzen Sie immer wieder die Nutzerbrille auf!

Versetzen Sie sich so oft es geht in die Lage Ihrer Besucher. Beobachten Sie sich selbst, wenn Sie Websites anderer Anbieter besuchen. Schauen Sie genau hin: Finden Sie die Startseite gut? Wenn ja, warum. Wenn nein, warum nicht?

Extra: Quick Tipp auf Facebook

Zu diesem Thema habe ich bereits ein kurzes Video auf Facebook veröffentlicht. In diesen drei Minuten fasse ich diesen Artikel kurz zusammen. (Im Video verwende ich die Anrede „Du“, da ich Facebook generell duze.)