Wie eine umgekehrte Pyramide Ihre Blogartikel spannender macht

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2022

Die invertierte Pyramide kommt aus dem Journalismus und ist der ideale Schreibstil für Webtexte. Das Prinzip der invertierten Pyramide gehört zu den wichtigsten Erkenntnissen meiner Seminarteilnehmer. Auch in Interviews spitzen meine Gesprächspartner regelmäßig die Ohren. Lernen Sie, wie Sie Ihre Texte für das Leseverhalten im Netz optimieren.

Die invertierte oder umgekehrte Pyramide bedeutet: Das Wichtigste zuerst. Die Kernbotschaften des Textes stehen direkt am Anfang – also alles, was bedeutend ist („need to know“).  Nach unten nimmt die Wichtigkeit der Informationen immer weiter ab (es wird „nice to know“).

So weiß Ihr Leser direkt das, was er auf jeden Fall sollte – unabhängig davon, ob er den gesamten Text liest.

Aus diesem Grund eignet sich das Schreiben nach diesem Aufbau ideal fürs Web – denn auch Leser, die wenig Zeit haben oder Ihre Seite nur scannen, erfahren sofort das Wesentliche.

Wenn Sie sich oft fragen, wie Sie zum Punkt kommen, ist diese Methode ideal – denn hier kommen Sie direkt zum Punkt.

Erst danach kommen zusätzliche Informationen, Details und Hintergrundinformationen.

Unterschiede zum klassischen Aufbau

Die umgekehrte Pyramide  steht im kompletten Gegensatz zu dem, was wir in der Schule beim Aufsatzschreiben gelernt haben. Hier steht eine Einleitung am Anfang und erst im Hauptteil oder gar am Schluss kommt die Essenz bzw. Wichtigste.

Dieser klassische Aufbau eignet sich für ein „lineares“ Leseverhalten, also das Lesen von oben nach unten bzw. hinten nach vorn. Das ist typisch für Zeitungsartikel bzw. generell Printprodukte.

Ursprung der invertierten Pyramide

Der Name “invertierte Pyramide” kommt von der bildlichen Vorstellung der Informationen: Was gewichtig ist, steht am Anfang.

Nach unten werden die Informationen immer detaillierter und kleiner. Es ist also ein Dreieck, das auf einer Spitze steht.

Im Journalismus ist die invertierte Pyramide aus einem Grund wichtig: Wenn ein Artikel gekürzt werden muss, wird damit normalerweise von hinten begonnen.

Dank der umgekehrten Pyramide ist das möglich, ohne die Kernaussagen zu verlieren.

Befinden sich in den Absätzen zum Ende hin Informationen, die nicht essenziell sind, bleibt der Sinn des Artikels trotzdem erhalten.

Ich habe damals bei der Lokalzeitung sehr schnell lernen „dürfen“, diesen Aufbau anzuwenden.

Wenn der Artikel im Layout nur 53 Zeilen hatte – der Text aber noch 57 – dann mussten die weg, egal wie.

Am schnellsten ging das dann, indem der letzte Absatz rausgeflogen ist. Das ging natürlich nur, wenn dort auch wirklich nur Informationen verortet waren, die nicht essenziell sind.

Wie Sie nach der invertierten Pyramide schreiben

Im Prinzip ist das gar nicht so schwer:

Sie beginnen mit dem Wichtigsten. Mit dem Wichtigsten für Ihre Leser. Mit dem einen Punkt, den sie wissen müssen, nachdem sie Ihren Text gelesen haben.

Das müssen nicht zwingend die Punkte sein, die Sie selber für die wichtigsten halten.

In meinen Seminaren werde ich sehr oft gefragt: Was ist denn das Wichtigste für meinen Leser?

Die Antwort ist so simpel wie sie zuweilen knifflig sein kann: Die Antwort kennen Sie selber am besten, denn Sie kennen Ihre Kunden bzw. Leser am besten.

Fragen Sie sich: Welcher Aspekt Ihres Thema könnte für den Leser so wichtig sein, dass er weiter lesen will? Oft sind das Dinge, die für ihn relevant und interessant sind.

So ordnen Sie Ihre Informationen dann schließlich an:

  • Wichtigste Information
  • Zusatzinformationen, Quellen, Beispiele, Einzelheiten
  • Hintergrundinformationen

So haben Sie sich eine Gliederung erarbeitet, an der Sie sich entlang hangeln können.

Notieren Sie zu jedem Punkt alle weiteren Informationen. Stichpunkte und einzelne Gedankengänge reichen völlig aus.

Achten Sie darauf, dass Sie nach zwei bis drei Absätzen Zwischenüberschriften einfügen. Diese sollten beschreibend sein, also eine konkrete Idee der nächsten Zeilen vermitteln.

Denn jeder Bestandteil und jeder Satz hat das Ziel, dass der nächste gelesen wird.

Idealerweise sind Ihre Sätze ebenfalls kurz und knackig. Wie das geht erfahren Sie in meinem Text: Wie Ihre Website-Texte knackiger werden

Für welche Texte eignet sich dieser Stil?

Diesen Aufbau können Sie generell für die meisten Blogartikel anwenden. Für Verkaufsseiten oder eine Über-mich-Seite ist er nicht ideal, da es hier nicht darum geht, wichtige Informationen direkt zu vermitteln, sondern diese Seiten anderen Mustern folgen.

Wie Sie Website-Texte schreiben, die Besucher in Kunden verwandeln

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