Zwei Tipps gegen steife Formulierungen

So klingen Ihre Texte lockerer!

Sie wollen, dass Ihre Texte weniger steif klingen? Einfach lockerer irgendwie? Dann trauen Sie sich, mehr Nähe zu Ihren Lesern herzustellen. Nutzen Sie diese zwei Tipps, damit Ihre Texte ansprechender werden und damit natürlicher und authentisch klingen!

„Meine Formulierungen sind immer so steif!“ Das höre ich in meinen Seminaren sehr oft – egal, mit welcher Branche ich zu tun habe.

Sie kennen diese Probleme mit Sicherheit:

  • Langatmige Formulierungen
  • Aufgeblähte Konstruktionen, die so typisch für Behörden sind
  • Endlos-Sätze
  • Unpersönliche Sprache

Das Problem: Solche, oft auch schwammigen, Texte sorgen für Distanz. Es ist wie, als wäre da eine Mauer zwischen Ihnen und Ihrem Leser.

Politiker und Behörden verstecken sich gern hinter solchen steifen Formulierungen – oft, aber nicht immer, um sich nicht festlegen zu müssen.

Wenn Sie Kunden hinterm Ofen hervorlocken und von Ihrer Sache überzeugen wollen, sollten Sie sich trauen, sich zu zeigen. Persönlich zu werden. Dann werden Ihre Texte „echt“ klingen. Und lockerer. Wie ein persönliches Gespräch von Mensch zu Mensch.

Denn: Menschen kaufen von Menschen.

Darum habe zwei Tipps für Sie, mit denen Ihre Texte ansprechender werden!

Aktive Formulierungen

Aktive Formulierungen sorgen dafür, dass Ihr Text dynamisch wird. Dass „Leben in die Bude“ kommt. Im wahrsten Sinne des Wortes, wie Sie jetzt sehen werden.

Verwenden Sie Verben

Verben kennen Sie aus der Grundschule vielleicht noch als „Tu-Wörter“. Und dieses Tun bringt Leben in Ihren Text. Nutzen Sie Verben, und zwar viele!

Und streichen Sie Substantivierungen rigoros aus Ihren Texten! Denn die machen Ihren Text steif.

Beispiel gefällig?

  • So nicht: „Zugriff auf unzählige Hersteller der Sanitärindustrie mit eigenständiger Aktualisierung“
  • Sondern so: „Sie greifen auf unzählige Hersteller der Sanitärindustrie zu und profitieren von der eigenständigen Aktualisierung der Daten.“

Formulieren Sie aktive Sätze

„Zunächst soll das Tätigkeitsfeld inklusive notwendiger Fähigkeiten beleuchtet werden.“

Vielleicht wissen Sie, wie so ein Satz heißt? Genau, Passivsatz. Und die sind das pure Grauen für lockere, ansprechende Texte! Sie sind der Inbegriff steifer Formulierungen.

Verzichten Sie auf diese Konstruktionen, wann immer es geht. Am besten immer!

Schreiben Sie Sätze im Aktiv:

„Beleuchten Sie das Tätigkeitsfeld inklusive der notwendigen Fähigkeiten.“

Sehen Sie den Unterschied?

In diesem Satz gibt es eine Person – den Leser, der angesprochen wird, etwas zu tun.

Nutzen Sie meine Checkliste mit fünf Tipps, um Ihre Texte mit wenigen Handgriffen zu optimieren!

Sprechen Sie Ihre Kunden direkt an

Sie haben Angst, dass sich Ihre Leser nicht angesprochen fühlen? Nun, dem kommen Sie mit einem simplen Tipp bei: Sprechen Sie sie direkt an!

Wenn Sie Passivsätze streichen, haben Sie automatisch handelnde Personen in Ihren Texten, wie Sie oben bereits gesehen haben.

Führen Sie einen Dialog. „Sprechen“ Sie mit Ihrem Kunden auf dem Papier! Nutzen Sie die direkte Rede und stellen Sie Fragen.

Verfallen Sie aber bloß nicht in die Unart, „man“ zu verwenden! Also Sätze wie „Ob man sich für die Pro-Version mit Coaching entscheidet, hängt davon ab, welche Ziele man in diesem Jahr verfolgt.“

Spüren Sie, wie distanziert diese Aussage ist?

Im Journalismus sagt „man“, dass es kein „man“ gibt. In meinen Seminaren stelle ich immer die provokante Frage, wer „man“ denn überhaupt sei. Meine Antwort? Alle und niemand.

Und genau das ist das Problem!

So stellen Sie keine Beziehung zu Ihrem Leser her.

Oft stelle ich bei meinen Kunden initial fest, dass sie „man“ oder Passiv verwenden, weil sie nicht wissen, ob sie ihre Kunden duzen oder siezen sollen. Mit dieser Fragen sollten Sie sich also unbedingt beschäftigen, wenn dieser Punkt auf Sie zutrifft.

Verwenden Sie natürliche Sprache

Und hier kommt der ultimative Tipp gegen steife Formulierungen und für ansprechende Texte:

Stellen Sie sich vor, Ihr Kunde steht vor Ihnen. Wie würden Sie ihm in Ihren eigenen Worten sagen, was Sie gerade schreiben?

Formulieren Sie es so! Der Text klingt dadurch natürlicher – das schafft Nähe und Vertrauen.

Noch ein Tipp, wenn Ihr Text fertig ist: Lesen Sie ihn laut vor!

Damit merken Sie sofort, ob das Sie sind in diesem Text.

Hört es sich nach Ihnen an? Sprechen Sie so? Oder klingt es aufgesetzt?

Wenn es aufgesetzt klingt, gehen Sie nochmal in den Text und streichen Sie Worte, die Sie in Gesprächen nie verwenden würden. Stellen Sie Sätze um, die holprig klingen.

Haben Sie dabei keine Angst, Ihr Text würde am Ende keiner mehr ernst nehmen.

Das genau höre ich oft als Einwand, wenn wir in meinen Seminaren über den Punkt „Natürliche Sprache“ sprechen. Eher das Gegenteil ist er Fall: Ihr Text lässt sich dadurch flüssig lesen. Und genau das ist es, was Kunden bzw. Leser schätzen.

Schreib wie du sprichst – So gehts ganz einfach

Beispiel

Hier kommt ein Beispiel, das ich gefunden habe, als ich über die Website www.selbststaendig.de gestolpert bin.

„Zunächst soll das Tätigkeitsfeld inklusive notwendiger Fähigkeiten beleuchtet werden. Sodann werden inhaltliche und formale Aspekte (Steuern) beleuchtet und Fragen rund um Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten beantwortet (…) Auch soll der Frage nachgegangen werden, ob man sich mit dieser Dienstleistung erfolgreich selbstständig machen kann bzw. ob man von dieser Verdienstmöglichkeit leben kann.“

Puhhh, ganz schön aufgesetzt, oder? „Wer spricht denn so?“ frage ich mich immer, wenn ich so etwas lese. Wenigen nehme ich ab, dass sie sich tatsächlich so ausdrücken.

Ich empfehle darum eine Formulierung, die so aussieht:

„Sie wollen sich selbstständig machen? Dann sollten Sie folgende drei Punkte beachten:

  • Beleuchten Sie das Tätigkeitsfeld inklusive der notwendigen Fähigkeiten.
  • Klären Sie inhaltliche und formale Aspekte (Steuern) sowie Fragen rund um Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten .
  • Fragen Sie sich, ob Sie sich mit Ihrer Dienstleistung erfolgreich selbstständig machen bzw. von dieser Verdienstmöglichkeit leben können.“

Cookie-Einstellung

Diese Website nutzt Cookies, um z.B. den Traffic anonym zu analysieren. Bitte treffen Sie eine Auswahl, welche Cookies Sie zulassen möchten. Weitere Informationen zu Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Bitte treffen Sie eine Auswahl.

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Cookies zulassen:
    Ich nutze Google Analytics zur Erfassung der Besucher-Statistik und Verbesserung der Seite.
  • Nur notwendige Cookies zulassen:
    Ich verzichte auf den Einsatz von Google Analytics, die Website setzt aber einen Session-Cookie, um sich an Ihren Besuch zu erinnern.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz. Impressum

Zurück