Die 5 (unerwarteten) Gründe, warum Sie sich mit Ihren Website-Texten noch im Kreis drehen

Zuletzt aktualisiert am 23.06.2021

Und 5 gute Nachrichten, die das ändern werden

Wenn Sie schon seit geraumer Zeit an Ihren eigenen Website-Texten sitzen, kennen Sie dieses Gefühl. Es gesellt sich jedes Mal zu Ihnen, sobald Sie dieses eine Textdokument für die Texte auf Ihrer Internetseite öffnen: diese Ohnmacht, diesem Dokument niemals Herr zu werden. Die Hilflosigkeit, wie lange es noch dauern soll und wie es je besser werden soll. Yes, das Schreiben kann eine Qual sein – jedenfalls so, wie Sie es bisher kennen. Und der Grund sind meist Überzeugungen, die Ihnen das Leben unnötig schwer machen.

Sie sitzen am Rechner, öffnen motiviert das Dokument „Texte_Version 6c“ und sind guter Dinge: Heute ist der Tag, an dem Sie einen Schritt weiter kommen und Ordnung bringen in alle Ihre losen Gedanken, Notizen und Textschnipsel.

Sie fangen an zu tippen, doch sofort rattert Ihr Kopf wieder los: „Interessiert das überhaupt jemanden? Kann ich das so schreiben? Oh Gott, das klingt blöd.“

So scrollen Sie weiter runter, um einfach an einer anderen Stelle etwas zu ergänzen, setzen an und finden es doch wieder nicht gut, was Sie dort schreiben. Scrollen weiter … setzen an … scrollen wieder hoch – und sind einfach nur frustriert.

Sie spüren diese Ohnmacht, dass Sie diesem Dokument nie Herr werden. Fühlen sich hilflos, wie lange es noch dauern soll und wie es je besser werden soll.

Denn den Texten, die Sie selbstbewusst veröffentlichen wollen, fehlt es am wichtigsten Element: den richtigen Worten.

Und wissen Sie was? Diese Sorgen verstehe ich sehr gut. Schreiben kann verdammt anstrengend, kräftezehrend und zutiefst frustrierend sein.

Jedenfalls das Schreiben, so wie Sie es bis jetzt kennen.

Denn in meiner Arbeit mit Selbstständigen habe ich festgestellt, dass es oft „nur“ eingebrannte Überzeugungen sind, die Sie sabotieren. Und sobald diese weichen, eine neue Ära beginnt.

Welche das sind und die Wahrheit dahinter – legen wir los.

Knotenlöser-Strategie für Ihre Website-Texte

Die bewährte 5-Schritte-Methode für Selbständige, mit der Sie endlich den Spagat zwischen „seriös“ und „locker“ meistern – selbst, wenn Sie sich schon ewig im Kreis drehen.

Grund 1: Sie glauben, Schreibtalent sei wichtig

„Ich kann nicht schreiben.“ Dieser hartnäckige Gedanke hat sich womöglich bereits zu Schulzeiten in Ihrem Kopf festgesetzt.

Nichts als Krampf, wenn es an Aufsätze rund um Interpretation, Erörterung und Co. ging.

Ungnädige Noten im Ausdruck bei eben jenen Aufsätzen, die manchmal eher wie Willkür wirkten.

Unerbittliche Lehrer, die Ihnen knallhart ins Gesicht gesagt haben, dass das nichts mehr wird mit Ihnen.

Was auch immer es in Ihrem Fall war: Wenn solche Erfahrungen Sie in der Schulzeit geprägt haben, ist es nicht verwunderlich, dass Sie von sich glauben, kein „Schreiberling“ zu sein. Und das Schreiben sprichwörtlich abgeschrieben haben.

Ja – Geschäftsbriefe formulieren war vielleicht noch ok – aber Sie wissen, dass dieser Stil für Ihre eigenen Texte nicht passt.

Die gute Nachricht ist:

Website-Texte müssen nicht kreativ sein. Und das Ergebnis muss weder eine 1+ für den Ausdruck bekommen noch druckreif für den Feuilleton überregionaler Tageszeitungen sein.

Im Gegenteil: Je einfacher Sie die Dinge formulieren, desto eher docken Sie bei Ihren Besuchern an.

Und wie genau Sie die Dinge formulieren sollten – das sagen Ihnen Ihre Kunden, wenn Sie wissen, welche Fragen Sie ihnen stellen sollten. Dazu gleich mehr.

Lesen Sie mehr dazu:

Grund 2: Ihnen hat noch niemand gesagt, dass Schreiben ein Prozess ist

Sobald Sie die ersten Worte tippen, geht die Stimme im Kopf an: „Das klingt komisch. Nee, so kannst du das nicht schreiben.“

Die Folge: Sie beißen sich fest, sind frustriert und geraten komplett unter Druck.

Und auch das ist verständlicherweise demotivierend und lässt Sie glauben, Sie könnten nicht schreiben.

Die gute Nachricht ist:

Im ersten Anlauf druckreife Sätze zu produzieren, ist überhaupt nicht das Ziel.

Schreiben ist ein Prozess. Und das eigentliche Formulieren ist nur ein Schritt von fünf (jedenfalls in dem Prozess, den ich etabliert habe und an meine Kunden weitergebe).

Dass Sie so verkrampfen, liegt mit großer Sicherheit an zwei Dingen:

  • Sie versuchen bisher, alle fünf in einem Schritt abzuhandeln
  • Sie wissen noch nicht, was Sie vor dem Formulieren Ihrer Texte tun sollten

Ja, Sie dürfen den Schreibprozess deutlich entzerren.

Und nein, das dauert dann nicht länger.

Auf den ersten Blick vielleicht. Doch Sie werden überrascht sein, wie leicht Ihnen das Schreiben von der Hand geht, wenn Sie die Vorarbeit geleistet haben. Und sich erlauben, im ersten Entwurf erstmal alles „runterzuschreiben“, egal wie es klingt.

Lesen Sie mehr dazu: Website-Texte schreiben – So gehe ich vor

Grund 3: Sie wissen noch nicht, welche Inhalt tatsächlich relevant sind

Bisher hatten Sie nie etwas mit öffentlichen Texten für Marketing oder Werbung zu tun?

Sie haben kein Gefühl, was Menschen zu Ihrem Thema lesen wollen und sollen?

Ihr ständiger Begleiter ist die nagende Frage: „Interessant das irgendwen, was ich hier schreibe?“

Glauben Sie mir: Diese Frage gehen wirklich jedem Selbstständigen durch den Kopf, der seine Website schreibt. (Auch mir, als ich meine eigene Website 2016 schrieb.)

Was ich oft ebenfalls erlebe: Viele Dinge, die für uns als Anbieter selbstverständlich sind, sind es für potenzielle Kunden nicht. Und diese zu Papier zu bringen, kostet wenig Mühe, eben weil Sie sich diese nicht mühsam aus den Fingern saugen müssen.

Die gute Nachricht ist:

Im Schreiben gibt es mindestens zwei Ebenen:

  • WIE Sie schreiben (wie die Texte klingen)
  • WAS Sie schreiben (der Inhalt, den Sie vermitteln)

Und wenigen ist diese zweite Ebene bewusst, weil darüber so wenig geschrieben wird. (Ehrlich gesagt … ich verstehe nicht, warum …)

Fakt ist aber:

Wenn der zweite Teil der Gleichung fehlt (also das Wissen um die richtigen Inhalte), dann ist es nicht verwunderlich, dass sich so viele beim Schreiben schwertun, oder?

Das ist, als versuchten Sie mit einem unsichtbaren Platten Rad zu fahren. Sie merken, dass Sie mühsam vorankommen, können sich aber nicht erklären, woran es liegt.

Und jetzt malen Sie sich mal aus, wie schnell Sie werden, sobald der Reifen repariert ist …

Spoiler: Genauso ist es mit Ihren Website-Texten.

Was Ihre potenziellen Kunden interessiert, ist gar nicht so schwer herauszufinden. Die Wahrheit ist: Potenzielle Kunden haben immer ähnliche Fragen – unabhängig von der Branche und dem Angebot. Ja, wirklich.

Sie müssen diese Fragen nur kennen und auf Ihrer Website an den richtigen Stellen beantworten.

Grund 4: Sie befürchten, Sie müssten die ganze Zeit von sich selbst schreiben

Abwechselnd verzweifeln Sie an der Frage, was Sie Besuchern von sich erzählen sollen und der Abneigung gegen diese ganze Selbstdarstellerei.

„Ist doch egal, wer ich bin“, denken Sie sich vielleicht oft. Die ganze Zeit über sich selbst schreiben? Auf keinen Fall …

Ganz ehrlich, wer von uns will das schon. Ich habe noch keinen Kunden im Coaching erlebt, der meinte: „Hell yeahhh, hier bin ich, ich kann gar nicht mehr aufhören, über mich zu schreiben!“

Die Über-mich-Seite haben Sie ja vielleicht schon abgeschrieben – nur was soll in den restlichen Texten stehen?

Die gute Nachricht ist:

Potenzielle Kunden wollen gar nicht so viel von Ihnen wissen, wie Sie befürchten. (Tatsächlich ist es viel weniger, als Sie glauben.)

Ihre Besucher sind viel mehr an sich selbst interessiert. Sie wollen wissen, ob Sie sie verstehen. Sie kommen mit einer bestimmten Frage auf Ihre Website: „Was hat das alles mit mir zu tun?“

Ihre Aufgabe ist es daher, ihnen zu zeigen, wie Sie ihnen helfen, ihr Problem zu lösen. Und das tun Sie unter anderem, indem Sie die Fragen beantworten, mit denen potenzielle Kunden zu Ihnen kommen.

Mehr dazu:

Grund 5: Sie konzentrieren sich bisher nur darauf, wie Ihre Texte klingen

Weil es Ihnen bisher noch niemand gesagt hat, fließt all Ihre Energie bisher in die eine Frage, wie Ihre Texte möglichst gut klingen. Professionell und gleichzeitig authentisch.

Getreu dem Prinzip „Hoffnung“ warten Sie sehnsüchtig auf zündende Ideen, die Sie nur noch aufschreiben müssen.

Und saugen sich darum krampfhaft etwas aus den Fingern, was Sie schon im nächsten Moment kritisch hinterfragen und wieder verwerfen.

Ich weiß, wie frustrierend das ist.

Es bricht mir das Herz, wenn Kunden mir von ihren Erfahrungen erzählen und das Schreiben als riesigen Berg oder furchteinflößendes Monster bezeichnen.

Die gute Nachricht ist:

Wie Sie jetzt schon wissen: Wie Ihre Texte klingen, ist erst der zweite Teil der Gleichung.

Einfacher wird das Schreiben mit all den Erkenntnissen aus diesem Artikel:

  • Texte müssen keinen Preis für den Ausdruck bekommen.
  • Schreiben ist ein Prozess.
  • Konzentrieren Sie sich im ersten Schritt darauf, die wichtigsten Fragen Ihrer Kunden zu beantworten.
  • Kommen Sie ins Gespräch mit (potenziellen) Kunden.

Fazit

Wenn ich in meinem bisherigen Leben eine Sache gelernt habe, dann ist es die: Nichts ist beständiger als der Wandel.

Eingebrannte (oft auch unbewusste) Überzeugungen dürfen weichen.

Übrigens: In meinem Fall war es in der Schule das Fach Handwerken, wo mein Lehrer mir bereits in der dritten Klasse kopfschüttelnd assistierte, ich hätte kein Talent. Ja – meine Holzkonstruktionen waren furchtbar windschief und irgendwie klebte der Leim ständig mehr an meinen Fingern als im Werkstück …

Doch wissen Sie, was in der fünften Klasse passierte? Mit dem Wechsel aufs Gymnasium bekam ich einen neuen Lehrer, der mehr Ruhe und Verständnis ausstrahlte. Ich wurde gelassener, hatte mehr Geduld.

Mein Räucherhäuschen, das ich in der sechsten Klasse bastelte, erfüllte mich schließlich mit Stolz und bis heute stelle ich es  jeden 1. Advent in der Wohnung auf. (Ich stamme aus dem Weihnachtswunderland Erzgebirge, da werden Sie schon in der Kindheit mit Schwibbögen und Co. für den eigenen Haushalt „ausgestattet“  … 😊)

2017 nähte ich mir dann mein eigenes Meditationskissen.

Mein Motto: „Alle sagten: ‚Das geht nicht.‘ Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.“ Hat prima funktioniert. 😊

Was ich damit sagen will?

Nichts ist für die Ewigkeit.

Sie dürfen alles, was Sie bisher mit dem Schreiben verbinden, hinter sicher lassen.

Schreiben ist ein Handwerk, das Sie lernen werden. Dafür gebe ich Ihnen Brief und Siegel.

Was Sie jetzt tun können

Lesen Sie 12 unbekannte Fakten über Website-Texte, die jeder Selbstständige kennen sollte.

In meiner Bauanleitung für Ihre Website-Texte erkläre ich, welche Aufgaben Ihre Website erfüllen muss, wie sie aufgebaut sein sollte und warum. So führe ich Sie Schritt für Schritt durch die Erstellung Ihrer Website-Texte. Wenn Sie sich nicht länger im Kreis drehen wollen und Ihre Texte endlich selbstbewusst veröffentlichen wollen, ist dieser Kurs Ihre Abkürzung.

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Über Maria Horschig

Ich unterstütze Selbstständige, die mit ihrer Website zu wenig Kunden gewinnen, mit ihren Website-Texten Besucher in Kunden zu verwandeln.

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